| 20:20 Uhr

Ringen
Die Jugend ringt sich in den Fokus

Hüttigweiler. Hüttigweiler Talente gewinnen Edelmetall bei den Deutschen Meisterschaften. Widmann mit Bronze. Von Benno Weiskircher

„Es läuft bei uns gut, die Jugendarbeit trägt Früchte“, resümierte der Vorsitzende des ASV Hüttigweiler, Frank Reinshagen, nach den Medaillengewinnen bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften. Während der ASV-Neuzugang Fabian Widmann bei den Freistilmeisterschaften den dritten Rang belegte, erkämpfte sich auch Kevin Gremm bei den Greco-Meisterschaften in Hemsbach eine Bronzemedaille. Seit einem Jahr startet Gremm im Trikot des ASV und krönte seine starken Leistungen der vergangenen Saison mit einem dritten Rang in der Altersklasse der Junioren bis 77 Kilo. In dem Zwölferfeld traf er in der ersten Runde auf seinen Vereinskameraden Marc Hoffmann, der ebenfalls seit einem Jahr dem ASV Hüttigweiler angehört. Gremm siegte mit 6:0 und unterlag im Anschluss gegen den späteren Silbermedaillengewinner Lucas Lazogianis (SG Weilimdorf) mit 1:7. So verpasste der ASVler das große Finale und konnte für Hoffmann nicht den Weg ins kleine Finale ebnen. Im Kampf um Platz drei setzte sich Gremm mit 5:0 gegen Stiven Brandy Schäfer (KSV Berghausen) sicher durch.


Widmann ging im Freistil bis 57 Kilogramm an den Start und errang Bronze. Der 18-Jährige war im Vorfeld dieser Großveranstaltung krank gewesen und verlor dadurch Gewicht. „Normalerweise wäre ich so mit 56,8 Kilo an den Start gegangen, so waren es nur 55,1. Von daher hat mir schon etwas die Kraft gefehlt“, meint er. In der Vorschlussrunde musst er gegen Enrico Baumgärtner vom KSV Malsch antreten und ging auf die Schultern. „Da ich zurücklag, musste ich am Schluss volles Risiko gehen und er konnte mich schultern“, berichtet der Saarländer. Im Kampf um Edelmetall musste er gegen Alexander Roor vom KSV Berghausen ran. Es gab das gleiche Ergebnis wie gegen Pufe. „Bereits nach 20 Sekunden war der Kampf beendet. Mit dem dritten Platz bin ich hochzufrieden“, freut sich das große Nachwuchstalent.

„Diese Erfolge machen uns stolz, der Fleiß unserer Athleten und der Trainer zahlt sich aus“, sagte Reinshagen bei der Ehrung seiner Medaillengewinner. Mit einem zehnten Rang rundete Marc Hoffmann das gute Gesamtbild ab.



Während Widmann bei Turnieren für seinen Heimatverein KSG Erbach startet, muss er in Ligakämpfen mehr gefordert werden. Von daher war er vor der vergangenen Saison vom Oberligisten KSG Erbach zum Bundesligisten AC Heusweiler gewechselt. „Da man mich dort trotz andersweitiger Zusage auch im Greco aufgestellt hat, was gegen die Großen der Szene mit Verletzungsrisiko verbunden ist, bin ich jetzt zum Ligakonkurrenten Hüttigweiler gewechselt“, so Widmann. In Hüttigweiler wird Widmann nur im Freistil bis 57 Kilo eingesetzt.