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Die Eignung zum Lehrer möglichst früh erkennen

Die Eignung zum Lehrer möglichst früh erkennen

Püttlingen/Kreis Neunkirchen. Die Lehrerausbildung gewinne im Angesicht der Qualitätsdiskussion in den Schulen immer mehr an Bedeutung. In diesem Punkt waren sich die saarländische Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und die Leiter des Studienseminars in Püttlingen, Werner Balzer (Sekundarstufe) und Stefan Britz (Primarstufe), einig

Püttlingen/Kreis Neunkirchen. Die Lehrerausbildung gewinne im Angesicht der Qualitätsdiskussion in den Schulen immer mehr an Bedeutung. In diesem Punkt waren sich die saarländische Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und die Leiter des Studienseminars in Püttlingen, Werner Balzer (Sekundarstufe) und Stefan Britz (Primarstufe), einig. Bei ihrem Besuch wollte sich die Ministerin über den Stand der Ausbildung informieren. In Püttlingen werden zurzeit 162 zukünftige Lehrerinnen und Lehrer für die Grundschulen und für Hauptschulen ausgebildet. 90 Fachleiterinnen und Fachleiter arbeiten im Studienseminar im Unternehmerzentrum (UZP) in Püttlingen. 24 Monate dauert der Vorbereitungsdienst für die Lehramtsanwärterinnen und -anwärter in Püttlingen. Die Besonderheit des Studienseminars im Saarland sei, so Kramp-Karrenbauer, dass das Saarland zwar keine Grundschullehrer ausbilde, die Vorbereitungsseminare nach dem Studium aber hier stattfänden. In Püttlingen vervollkommnen also auch Lehrer aus anderen Bundesländern ihre Ausbildung. Der Anteil der Lehramtsanwärter aus Rheinland-Pfalz betrage zurzeit rund 60 Prozent, so der stellvertretende Leiter des Studienseminars, Michael Detzler. Wenn sich also im Nachbar-Bundesland Rheinland-Pfalz die Lehrerausbildung ändere, habe dies nicht unerhebliche Auswirkungen auf die Arbeit im Studienseminar in Püttlingen. So sei das Grundschullehrerstudium im Nachbarland auf Masterstudiengänge umgestellt worden. "Darauf müssen wir uns einstellen", so die Leiter der Einrichtung in Püttlingen. In diesem Zusammenhang bedauerte Ministerin Kramp-Karrenbauer, dass im Saarland selbst keine Grundschullehrer mehr ausgebildet werden. Sie zeigte sich allerdings erfreut, dass zumindest die beiden Seminargänge (Grundschullehrer- und Hauptschullehrerseminar) in Püttlingen unter einem Dach stattfinden. Ein weiteres wichtiges Thema im Gespräch zwischen Ministerin und Seminarleitung in Püttlingen war die Frage, wie möglichst frühzeitig festzustellen sei, wer für ein Lehramt geeignet ist und wer nicht. Wenn die Studenten erst dann erführen, dass sie nicht für den Beruf geeignet sind, wenn sie am Ende des Studiums die Prüfung nicht bestanden haben, sei es zu spät. "Wir müssen Wege finden, frühzeitig die Eignung festzustellen", so die Kultusministerin.