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Die Arbeitslosenquote ist zum Vormonat unverändert

So viele Arbeitslose wie im Januar : Die positiven Vorzeichen überwiegen

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Neunkirchen ist zum Vormonat unverändert. Aktuell gibt es 1130 freie Stellen.

4989 Frauen und Männer waren im Februar 2019 im Landkreis Neunkirchen arbeitslos gemeldet, 19 mehr als im Januar. Die Arbeitslosenquote lag wie im Vormonat bei 6,9 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr gab es einen Rückgang um 0,5 Prozentpunkte in der Quote und um 285 Personen in der absoluten Zahl.

„Aktuell überwiegen am Arbeitsmarkt noch die positiven Vorzeichen. Eine zurückgehende Zahl von Arbeitsstellen, die von der Arbeitsagentur akquiriert werden konnte, und ein nur unterdurchschnittlicher Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze landesweit lassen nun aber aufmerksam auf die kommenden Monate schauen“, so Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland.

„Die Frage wird sein, ob sich die seit langem anhaltende sehr gute Entwicklung am Arbeitsmarkt fortsetzt. Dessen ungeachtet: Auch bei einer verhalteneren Arbeitsmarktentwicklung ist eine gute Qualifikation für arbeitslose Menschen die beste Basis für eine dauerhafte Wiedereingliederung.“

Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar um 31 auf 1639 gestiegen, das waren 2,2 Prozent mehr Arbeitslose als vor einem Jahr. Bei den Jüngeren unter 25 Jahren erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 25 auf 194 im Vergleich zum Januar. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl um 8,5 Prozent gesunken. Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50plus lag bei 723. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um eins und gegenüber dem Vorjahr um 47 erhöht.

Beim Jobcenter im Landkreis Neunkirchen hat sich die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um zwölf auf 3350 verringert und lag um 321 unter dem Vorjahreswert. Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im Februar bei 378. Sie ist gegenüber dem Vorjahr um 34 gesunken. 898 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 28 verringert. Rund 40 Prozent der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen sind gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits länger als ein Jahr gemeldet. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im Februar 1342. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um 13,8 Prozent.

Die Unterbeschäftigung lag im Landkreis Neunkirchen im Februar mit 7055 Personen um 6,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Anteil der Arbeitslosen an der Unterbeschäftigung betrug 70,7 Prozent. Der Arbeitsmarkt wurde durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen damit um mehr als ein Viertel entlastet.

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind.

Unternehmen der Region haben im Februar 238 Stellen zur Besetzung gemeldet, 69 mehr als im Januar und fünf mehr als im Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn wurden 407 offene Stellen gemeldet, fünf weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Aktuell stehen rund 1130 freie Jobs zur Besetzung zur Verfügung.

Die überwiegende Zahl der Stellenangebote wurde im aktuellen Monat in der Zeitarbeit, im Handel und im Gesundheits- und Sozialwesen gemeldet. Auch im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich, im Verarbeitenden Gewerbe, im Baubereich, im Öffentlichen Dienst sowie im Bereich Erziehung und Unterricht gab es zahlreiche offene Stellen.

Vom 11. bis 15. März ruft die Bundesagentur für Arbeit gemeinsam mit den Partnern der Allianz für Aus- und Weiterbildung zum sechsten Mal in Folge zur „Woche der Ausbildung“ auf. Das Motto der Aktionswoche lautete in diesem Jahr „#AusbildungKlarmachen“. Im Mittelpunkt aller Aktivitäten steht die Bedeutung einer betrieblichen Ausbildung.

 Arbeitsmarkt Neunkirchen Februar
Arbeitsmarkt Neunkirchen Februar Foto: SZ/Steffen, Michael

Schwerpunkt der diesjährigen Aktionswoche sind MINT-Berufe, also Berufe in denen Kenntnisse und Fähigkeiten aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik gefragt sind.