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Der TV Heiligenwald ließ sich vom "Corona-Jahr" nicht unterkriegen

Vereine in Zeiten von Corona : Der Nikolaus kam trotz Corona zu den TVH-Kids

Der Turnverein Heiligenwald hat das Beste aus dem „Corona-Jahr“ gemacht – und blickt dennoch mit gemischten Gefühlen auf 2020 zurück.

Auch die Turner vom TV Heiligenwald hat die Pandemie schwer gebeutelt. Das teilte der Verein in seinem Rückblick auf das „Corona-Jahr“ mit. Der Sportbetrieb war zeitweise komplett untersagt. Für das Vereinsleben wichtige Veranstaltungen wie das jährliche Zeltlager, das Muschelessen oder der Oldie-Abend fielen aus. Auch jene Feste, an denen der TVH sonst aktiv mitwirkt, wurden abgesagt: Also keine „Grumbeerkieschelscher“ an den Bergmannstagen und keine heißen Maronen auf dem Weihnachtsmarkt der Gemeinde Schiffweiler. Und vor allem: kaum – oder zumindest nur sehr eingeschränkter Kontakt der Mitgliederinnen und Mitglieder untereinander: Ein kleiner Plausch auf einem Fest, sich über Neuigkeiten im Verein und im Ort austauschen, gemeinsam anstoßen und in gemütlicher Runde eine schöne Zeit verbringen – das habe enorm gefehlt, schreibt der TVH.

Immerhin durfte im Sommer im Freien der Sportbetrieb kurzzeitig wieder aufgenommen werden. Die Abteilungen des TVH zeigten sich kreativ – verlegten das Training auf den Versehrtenplatz oder den Sportplatz in Heiligenwald. Andere Vereine stellten dem TVH ihre Plätze zur Verfügung. Diese Solidarität und Bereitschaft zur Mithilfe sei in dieser schwierigen Zeit besonders wertvoll gewesen, schreibt der Verein.

Zusätzlich kümmerte sich der TVH um ein Hygienekonzept, unter dessen Einhaltung die Abteilungen in den Herbstmonaten in der Jahnturnhalle trainieren konnten.

Die – vorläufige – Rückkehr zur Normalität war mehr als nur ein Silberstreif am Horizont. Aufgrund der Hygienemaßnahmen konnte der Verein sogar die im April ausgefallene Veranstaltung mit Zauberer Maxim Maurice nachholen. Dieser habe Corona auf magische Weise „zumindest für ein paar unterhaltsame Stunden aus den Gedanken der Gäste verschwinden“ lassen, schreibt der Verein.

Doch mit den sinkenden Temperaturen kamen im Herbst höhere Infektionszahlen – und damit der Rückschlag: mit dem zweiten Lockdown stand der Sport beim TVH erneut still. Insbesondere für die Kinder und Jugendlichen war das ein harter Schlag. Freunde treffen, fit bleiben, sportliche Ziele erreichen – bei all diesen Dingen konnte der TVH seine jungen Sportlerinnen und Sportler nicht wie gewohnt unterstützen, schreibt der Verein.

Er tat weiter sein Bestes, um die Mitgliederinnen und Mitglieder nicht im Stich zu lassen. Die Zumba-Abteilung habe dank des Engagements von Trainerin Ina Müller binnen einer Woche alle Kurse online abhalten können. Und nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten hätten die Teilnehmerinnen das Angebot auch gerne angenommen und seien glücklich gewesen, ein Stück Normalität in ihrem Alltag zurückzugewinnen.

Leider konnte der TVH sich nicht persönlich von seinen Mitgliederinnen und Mitgliedern aus dem Jahr 2020 verabschieden. Die Weihnachtsfeier des Vereins fiel aus – doch auf ihre Geschenke mussten die Kids nicht verzichten. Der Nikolaus hatte trotzdem an sie gedacht und bei dem Vorstand die Geschenke hinterlassen. Dieser brachte die Päckchen mit schönen Vereins-T-Shirts zu den Familien nach Hause.

Auch an weihnachtlicher Stimmung fehlte es in Heiligenwald nicht. Zwar schmückte der TVH-Vorstand in diesem Jahr nicht die Turnhalle mit Lametta und Christbaumkugeln – aber dafür ein Tannenbäumchen am Itzenplitzer Weiher.

Auch wenn der Turnverein Heiligenwald das Beste aus dem „Corona-Jahr“ gemacht hat – am liebsten wäre es ihm, seine Mitgliederinnen und Mitgliedern schon bald wieder persönlich sehen zu dürfen. Und das nicht nur, um die angefutterten Weihnachtskilos wieder loszuwerden.