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Laufsport
Der Laufsport im Saarland lebt

SAARBRÜCKEN. 30000 Menschen nahmen 2017 an Laufveranstaltungen teil. Im kommenden Jahr sollen es 40000 sein. Von Stefan Holzhauser

Wenn die Weihnachtsgans sowie das Fondue und Raclette an Silvester gerade erst verdaut sind, steht bereits für die saarländische Laufszene wieder die erste Veranstaltung des neuen Jahres auf dem Programm. Er heißt zwar 29. Mitlosheimer Silvesterlauf, findet aber unter der Regie der Spielvereinigung Mitlosheim erst am 6. Januar statt. Während es im Januar und Februar insgesamt noch etwas gemächlicher zugeht, steigt dann wieder mit Beginn der ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr die Anzahl der Läufe rapide an. Spätestens ab Anfang April haben die Freizeitsportler von Nohfelden bis Saarbrücken und von Merzig bis Homburg wieder die Qual der Wahl. Und natürlich sind auch die Veranstaltungen im Saarland dafür bekannt, vermehrt Läufer aus Frankreich, Luxemburg und vielen Bundesländern in Deutschland anzuziehen.


Thorsten Mayer blickt mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf das Lauf-Jahr 2017 zurück. Er ist der Laufwart des Saarländischen Leichtathletik-Bundes. „Unser Haupthema 2017 wird auch das Hauptthema 2018 sein. Unser Förderkonzept 2017 wurde bis auf den Nachwuchscup sehr gut angenommen“, berichtet Mayer. Das Konzept besteht aus drei Säulen: Läufer(in) des Jahres (Saarlandrangliste), aktivster Laufverein und Nachwuchscup.

Die Sieger der Saarlandrangliste wurden in den Wertungsklassen unter und über 40 Jahre ermittelt. Bei insgesamt 22 vermessenen Straßenläufen konnten Punkte ergattert werden. Die jeweils besten drei Läuferinnen und Läufer pro Altersklasse werden im Februar zu einer großen Siegerehrung an die Sportschule nach Saarbrücken eingeladen. „Dabei winken sehr hohe Siegprämien, Urkunden und Pokale“, sagt Mayer.



Das Anliegen des Verbandes lautet, eine gesunde Mischung aus Spaßläufern und wettkampforientierten Sportlern zu erreichen. Die Zeiten seien wieder flotter geworden und die Teilnehmerzahlen bei Meisterschaften stark angestiegen. „Über den Cup für den aktivsten Laufverein ist es uns gelungen, die saarländischen Berglaufmeisterschaften zu retten. Gab es vorher nur eine Durchschnittsbeteiligung von 40 Teilnehmern, gab es nun eine Rekordbeteiligung von 114“, freut sich Mayer. Dies bedeute sogar Platz zwei bei den Teilnehmern von Landesmeisterschaften in ganz Deutschland.

Das große Sorgenkind sei der Nachwuchscup. Der wurde 2017 sehr schlecht angenommen und wird daher für 2018 optimiert. Die U16 fällt komplett aus dem Programm, die U18 und U20 bleiben drin. Die Wertung wird dann im Verbund mit der Cross-, Langstrecken-, Zehn-Kilometer-Meisterschaft und drei Straßenläufen ausgetragen. Mayer hofft, dass dieser Cup 2018 mehr Jugendliche zum wettkampforientierten Laufen motiviert.

Was die Laufentwicklung insgesamt im Saarland betrifft, waren die Zahlen 2017 wieder leicht angestiegen. „Mit am Jahresende wohl über 30 000 Läuferinnen und Läufern stehen wir flächenbezogen im Bundesvergleich noch gut da“, betont der Laufwart. Aufgrund eines Überangebots seien mehrere ältere Veranstaltungen weggebrochen. Diese Bereinigung musste sein, auch wenn es oft die falschen Läufe getroffen hätte. Dies hätte bei anderen Veranstaltungen zu einem überdurchschnittlich hohem Teilnehmerzuwachs geführt. „Es werden nun wieder gezielter die Läufe ausgesucht. Unser Ziel ist es, diese Entwicklung kontinuierlich so fortzusetzen, dass wir in einigen Jahren wirder in die Richtung von 40000 Teilnehmern pro Jahr kommen“, meint Mayer.