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Im Aufschwung
Der Kreis krempelt die Ärmel hoch

Landrat Sören Meng (links) freut sich, dass das das Projekt Land(auf)schwung  positive Entwicklungen ermöglicht hat. Beispielsweise die Upcycling-Werkstatt, in der aus Abfällen wie alten Paletten Designmöbel gemacht werden..  
Landrat Sören Meng (links) freut sich, dass das das Projekt Land(auf)schwung  positive Entwicklungen ermöglicht hat. Beispielsweise die Upcycling-Werkstatt, in der aus Abfällen wie alten Paletten Designmöbel gemacht werden..   FOTO: Andreas Engel
Kreis Neunkirchen. Tatendrang und Begeisterungsfähigkeit verströmt Landrat Sören Meng beim Pressegespräch auf der Halde Reden. Es geht dabei um die Pläne fürs laufende Jahr. Von Solveig Lenz-Engel

 Nun ist Sören Meng schon im dritten Jahr Landrat des Kreises Neunkirchen. Typische Kennzeichen des Genossen, der in Wiebelskirchen zu Hause ist: Er ist immer zugewandt, offen, interessiert, unprätentiös und begeisterungsfähig. Ein Bürger des Landkreises Neunkirchen, dem man abnimmt, dass er diesen Kreis mit all seinen Ecken, Kanten und Problemen im Interesse der Menschen  voran bringen will. Zum ersten Mal hat Meng  die Vertreter der regionalen Medien zu einem Rückblick-Ausblick-Termin eingeladen. Klar, dass das jetzt eine Tradition werden soll, schließlich ist es hierzulande Brauch, alles, was einmal gut war, immer wieder aufleben zu lassen. Spätestens beim zweiten Mal ist es dann schon „gute Tradition“.


Im zünftigen Ambiente der Bergmannsalm auf der Redener Halde - neben dem Freizeitzentrum Finkenrech in Dirmingen, einer der touristischen Leuchttürme der Region - wird also verhandelt, was im Landkreis zu erwarten ist. Ganz oben auf dem Tableau  das vom Bund geförderte Projekt Land(auf)schwung, dessen Name zwar  sperrig daher kommt,  das aber durchaus nützliche  Angebote erzeugt hat. So die kreative Upcycling-Werkstatt, das Willkommens-Center, die Zukunftskapital-Idee mit der Bürgerstiftung oder die Vitalregion mit allerlei bewegenden Angeboten.

„Herzgesund“ will der Kreis auch werden. „Da geht es auch um die Erweiterung des Netzes öffentlich zugänglicher Defibrillatoren“, klärt Sören Meng auf. Zum Bereich Soziales/Gesundheit gehört auch „mobisaar“, wieder so ein Kunstwort, das für die Begleitung gehandicapter Personen im ÖPNV steht. „Das muss sich noch einlaufen“, sieht Meng da noch Potenzial. Von den Mitfahrerbänken in Münchwies erhofft sich der Kreis nicht nur mehr Mobilität für nicht motorisierte Bürger, sondern auch  das Entstehen von Kontakten von Fahrern und ihren Mitfahrern. Stichwort: Netzwerke schaffen.

Großes Thema sind   die Schulen, nicht nur baulich, sondern auch bei der digitalen Ausstattung. Hier fordert der Landrat Unterstützung von Land und Bund. In Arbeit ist der Erweiterungsbau an der Ganztags-Gemeinschaftsschule in der Neunkircher Haspelstraße, am Krebsberg-Gymnasium gibt es eine neue Küche, die auch vom Steinwald-Gymnasium genutzt werden kann. Auch an den Gemeinschaftsschulen in Illingen und Spiesen-Elversberg wird weiter saniert.  Runderneuert wird das Technisch-gewerbliche Berufsbildungszentrum am Neunkircher Jägermeisterpfad. Dorthin zieht  bald die Förderschule Erziehung (bisher in St. Wendel) um. „Auch am Thema Kindertagesbetreuung werden wir dran bleiben“, so der Landrat.

Stolz ist Sören Meng auf den 2017 erstmals verliehenen Alex-Deutsch-Preis (soll auch eine Tradition werden) und das nach über 30 Jahren erstmals wieder mit der Sparkasse Neunkirchen veröffentlichte, aufwändige Heimatbuch. Dessen nächste Ausgabe ist für 2019 geplant, wenn die 1869 gegründete Sparkasse Jubiläum feiert. Schon in diesem Frühjahr wird wieder der Ehrenamtspreis als Motivation und Würdigung verliehen.



Der Werkleiter der Tourismus- und Kulturzentrale des Kreises (TKN), die  am Erlebnisort  Reden beheimatet ist, Christian Rau, war der angenehmste  (neben dem Essen) Teil der Presse-Veranstalzung vorbehalten.  Der Ausblick auf die Termine und Veranstaltungen im Kreis, die das Leben schöner machen. Wobei die TKN  oft „nur“ unterstützend tätig ist, nicht als Veranstalter auftritt. Kleine Änderungen haben dabei, so Rau, oft große Wirkung: Das Online-Gastgeberverzeichnis  ist nun auch in die Internet-Seiten der einzelnen Gemeinden eingebettet. Ein Runder Tisch wurde etabliert, um die Qualität von Rad- und Wanderwegen zu sichern. Die Auszeichnung des Themenwanderweges Itzenplitzer Pingenpfad  als Premiumwanderweg ist in Arbeit, der Hartfüßlerweg soll wiederbelebt werden. „Wir konzentrieren uns nicht nur auf Reden und Finkenrech“, betont Christian Rau, ganz wichtig sei es auch kleinere Standorte ins Gespräch zu bringen. Eine Premiere im Kreis, die Holzerlebnistage, übernommen von Sulzbach, findet Anfang Mai  aber dann doch wieder auf der Alm statt. Und die Band Revolverheld kommt. Auf die Alm.