Der "Broadway" glitzerte im Bürgerhaus

Der "Broadway" glitzerte im Bürgerhaus

Neunkirchen. Ausverkauftes Haus, Kartenwünsche genug für ein Zusatzkonzert - das kommt vor, wenn die Showgruppe Chorwurm in Neunkirchen Station macht. Alleine 500 Zuschauer wollten vorigen Freitag im Bürgerhaus den jüngsten Chorwurm-Streich "On Broadway" erleben. Undkamen auf ihre Kosten

Neunkirchen. Ausverkauftes Haus, Kartenwünsche genug für ein Zusatzkonzert - das kommt vor, wenn die Showgruppe Chorwurm in Neunkirchen Station macht. Alleine 500 Zuschauer wollten vorigen Freitag im Bürgerhaus den jüngsten Chorwurm-Streich "On Broadway" erleben. Undkamen auf ihre Kosten. Traditionell gliedern sich die Auftritte der 1975 in Bildstock gegründeten Formation in zwei Teile. Zunächst stand Luftig-Leichtes auf dem Programm. Eine Stunde lang zelebrieren die 17 Akteure und Akteurinnen auf der Bühne tanzend und singend Hits aus den vergangenen Dekaden wie "Sweet Home Alabama", "The Lion sleeps tonight" oder "Believer". Damit heizt das Show- und Soundensemble den Besuchern mächtig ein. Flott auf Betriebstemperatur gebracht, jubelt es schon beim dritten Lied nachdrücklich. Bei Konzerten anderer Gruppen ist das oft nur dann der Fall, wenn diese bereits die Bühne verlassen haben und sich um eine Zugabe bitten lassen möchten. Nicht so bei Chorwurm. Ihre Show passt perfekt als Ausklang eines sonnigen Frühlingstags. Als nach einer halben Stunde ein Keyboard-Defekt eine kleine Zwangspause verursacht, zeigen die Akteure ihre langjährige Erfahrung.Schnell wird erstmal ohne Instrumente weitergespielt, dafür umso eindrucksvoller in höchsten Tönen gesungen. Chorleiter Lothar Glockner dürfte an der Performance wenig auszusetzen haben. Das Live-Orchester mit seinen zwölf Musikern liefert ebenfalls Arbeit nach Gardemaß. Der Ton ist klar, die Lichteffekte perfekt getimet. Mal ruhig, mal laut, erst schnell, dann langsam, mal melancholisch, dann wieder rockig - das Chorwurm-Markenzeichen bleibt die Vielseitigkeit.Im zweiten Teil kommt die in Punkto Alter so heterogene Gruppe zum eigentlichen Musical. Die Rahmenhandlung, die sich etwas zäh erschließt: Den Saarländer "Kuno Bruno" hat es ans Broadway nach New York verschlagen, wo er in mehreren Produktionen mitspielen darf. Da führt kein Weg vorbei an den Hits von ABBA, angefangen bei "Dancing Queen" und endend bei "Waterloo". Romantisch wird's bei den Ohrwürmern aus "Dirty Dancing". Zum Ende dann noch ein Schlenker ins Futuristische, mit der schrillen Science-Fiction-Revue zu Queen-Hits wie dem toll choreografierten "Radio Gaga", "We will rock you" oder "We are the champions". Der Musical-Teil dauert sehr lang. Die Besucher werden drei Stunden in andere musikalische Sphären entführt. Zu lange wird es nur wenigen, die meisten halten durch und applaudieren am Ende im Stehen.

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