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Das neue Kulturprogramm von Neunkirchen Halbzeit mit EAV

Programm Halbzeit in Neunkirchen: : Ba-Ba-Banküberfall und vieles mehr

Ob Erste Allgemeine Verunsicherung, die Schöne und das Biest oder Musik aus der Region: In Neunkirchen zeigt die Kultur, was sie hat.

. „Das hatten wir noch nie“: 800 Karten in acht Stunden verkauft. Diesen neuen Rekord hält ab sofort der saarländische Punkrocker Pascow, dessen Releaseparty bereits restlos ausverkauft ist. Gleiches gilt für das Comedy-Urgestein Jürgen von der Lippe, der „Voll fett“ in Neunkirchen gastiert. Und auch für das Konzert der 1. Allgemeinen Verunsicherung „1000 Jahre EAV- Abschiedstournee (die Erste)“ am 5. Juni sollte man sich tunlichst ranhalten, um ein Ticket zu ergattern.

Wenn Klaus Braße das so aufzählt, ist man versucht zu sagen: Läuft ja ganz ordentlich für die Kulturgesellschaft. Dabei sind das natürlich nur drei der 50 bis 60 Veranstaltungen. Doch Braße, mit zuständig für deren Auswahl und Management, nickt: „Unsere Veranstaltungen laufen fast alle gut“ – obwohl man ein paar ernstzunehmende Konkurrenten in der Nähe hat. Man muss sich halt ein bisschen unterscheiden.

Anlass des Gesprächs ist die druckfrische neue „halbzeit“. Der kleinformatige, handliche Kalender für das Kulturprogramm Neunkirchen steigt mit einer Ausstellung und einer Multivisionsshow in das Kulturjahr 2019 ein: Da wäre zum einen „Brennpunkt Keramik“ im KULT und, für den 12. Januar terminiert, „20 Jahre Südamerika“ mit Heiko Behr. Den magischen Auftakt in der Gebläsehalle bildet das Familienmusicals „Bibi Blocksberg – Hexen hexen überall“ am 19. Januar. Freuen kann sich das junge Publikum auch schon auf „Die Schöne und das Biest“ am 12. März und „Tabaluga oder die Reise zur Vernunft“ am 31. März. Volljährige Musicalfans kommen unter anderem am 31. Januar mit „Falco“ oder am 23. März auf ihre Kosten, wenn Thomas Borchert und Navina Heyne die schönsten Musical-Duette interpretieren.

Traditionell im Januar steigen in der Gebläsehalle die Neujahrs-Tanz-Gala (26. Januar) und das Neujahrskonzert des Capitol Symphonie Orchesters (27. Januar). Noch einen Zahn schwungvoller gestaltet sich am 3. Februar das Konzert der SWR Big Band, wofür nicht zuletzt Stargast Fola Dada sorgen wird. Für die 220 Abonnenten und alle anderen Theater-Freunde könnte „Ein Fall für Miss Marple“ mit TV-Star Erol Sander als Inspektor Craddok am 7. März der Termin schlechthin werden. Ebenfalls nicht ganz unbekannt: Hugo Egon Balder und Jeanette Biedermann, die mit ihrer Komödie „Aufguss“ am 9. Mai für einige Heiterkeit sorgen werden. Viel und gern gelacht wird ja ohnehin in Reit- und Gebläsehalle, auch das hat Tradition. In die sich Kabarettist Jürgen Becker am 17. März mit „Volksbegehren“ nahtlos einfügt genau wie Atze Schröder, der „Zärtliche Cousinen“ am 16. April zum Besten gibt.

Dazu stehen diverse hochkarätige rockige und jazzige Klangerlebnisse an – ein Tipp von Braße gilt dem melodischen Punkrock/Hardcore der Band Antillectual aus den Niederlanden und, nicht verpassen, David Helbock´s Random /Control: „ein außergewöhnliches Trio“, das „bekannte Titel hochinteressant neu interpretiert“. Hoch her geht es auch am letzten Aprilwochenende mit dem 9kircher Pop Festival, für das sich Chartstürmer Joris und Lotte angesagt haben, sowie dem bewährten Antattack Festival mit Skinred, Good Riddance, Spermbirds und The Offenders.

Endlich mal zusammen auf der Bühne stehen am 29. März die Eagles und Eric Clapton – oder jedenfalls verteufelt gute Tribute Bands. Treffen doch Slowhand und Amby Schillos Projekt „One of these nights“ aufeinander. Überhaupt gibt man gern Künstlern aus der Region und, noch ein Quäntchen lieber, aus Neunkirchen eine Plattform, so Braße. „So gute Leute wie wir hier hat nicht jede Stadt“, das könne man ruhig zeigen. So wird Wahl-Hangarder Michael Marx mit „Spätlese“ sein bereits fünftes Solo-Album am 18. Januar vorstellen, genau wie Mundart-Sängerin Petra Williams am 2. Februar ihr Debütalbum „Imma widda Hemm“. Am 30. März kann man Frank Nimsgern und Kollegen bei den „Cinema Classics“ erleben. Großes Kino verspricht zudem das Kreisjugendorchester unter Leitung von Claudia Wälder-Jene am 28. April mit seinem Nominierungskonzert zum Deutschen Orchesterpreis „We have a dream“.

„Für 2019 sind wir fast durch“, verrät Klaus Braße. Auch für die zweite Jahreshälfte. „Was jetzt interessant wird, ist 2020.“ Mitte Januar geht es erstmal zur Kulturbörse Freiburg, wo man die besten Kontakte knüpfen kann. Vielleicht schafft er es, Eckart von Hirschhausen nach Neunkirchen zu holen, hofft Braße. Na, schaun mer mal.

Das Programmheft mit ausführlichen Beschreibungen, Ticketpreisen und Vorverkauf liegt ab sofort auf der Geschäftsstelle der Kulturgesellschaft, im Rathaus und in Geschäften im Kreis Neunkirchen aus. Mehr Infos und die Möglichkeit zum Downloaden findet man auf der Homepage www. nk-kultur.de/halbzeit