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Corona vereitelt so manche Reisepläne bei Schülern in Neunkirchen

Kostenpflichtiger Inhalt: Coronavirus und die Folgen : Corona behindert so manchen Reiseplan

Schulklassen im Kreis zieht es unter anderem nach Spanien, Holland, London – einige Fahrten liegen erstmal auf Eis.

Kein Tag vergeht, ohne dass uns unangenehme Neuigkeiten bezüglich des Corona-Virus’ erreichen. Krisenstäbe tagen, immer mehr Menschen gehen in Quarantäne, ganze Fabriken schließen. Aber wie sieht die Situation aktuell an den Schulen aus? „Im Großen und Ganzen bleiben alle relativ gelassen, der Alltag läuft derzeit ohne Corona-bedingte Störungen so normal wie immer.“ Das meldet Leiter Volker Burkhard aus der Albert-Schweitzer-Gemeinschaftsschule in Elversberg. „Wir haben immer mal wieder Nachfragen von Schülern und Eltern, ob man sich Gedanken machen muss“, aber das war’s auch schon. Bevorstehende Fahrten mit Klassen waren sowieso nur innerhalb Deutschlands geplant, bisher ist kein Risikogebiet unter den Zielen.

Ganz ähnlich lauten die Auskünfte aus anderen weiterführenden Schulen im Landkreis, etwa der Max-von-der-Grün-Schule Merchweiler. Wie Konrektor Tobias Jungfleisch mitteilt, habe man die normale Hygieneschulung durchgeführt, Elternbriefe verteilt und warte nun ab, ob vom Landkreis als Schulträger neue Instruktionen kommen.

Regulär gestartet ist am Montag die Kursfahrt der Klassenstufe Elf des Krebsberggymnasiums – nach Holland. Vier Schüler blieben daheim, zwei krankheitsbedingt, zwei, weil es „den Eltern zu riskant war“, berichtet Schulleiterin Sigrid Maschlanka. Hinter ihr und dem Kollegen Sascha Schlicker „nebenan“, mit dem sie in enger Abstimmung stand, liegt ein turbulentes Wochenende mit zig Telefongesprächen. Denn auch Steinwaldschüler gingen am Wochenbeginn auf Tour. Ihr Ziel lautete Prag, drei Schüler blieben zu hause. „Wir hatten kurzfristig einen Elternabend einberufen“, wo „sehr besonnen“ diskutiert wurde. Zur eigenen Absicherung habe man sich eine schriftliche Erlaubnis aller Elternhäuser eingeholt, sagt Sascha Schlicker.

In Österreich fahren derzeit Schüler der Maximilian-Kolbe-Schule Wiebelskirchen Ski. Laut Schulleiter Walter Meiser bestand keine Veranlassung, das abzublasen. Ansonsten sind die Hygiene-Vorgaben des Ministeriums umgesetzt, ob man zukünftig Großveranstaltungen absagen müsse, wird man sehen. Von Panik sei die Schulgemeinschaft weit entfernt, „die Eltern halten gottlob die Füße still“.

Ein „großer Elternabend“ steht am morgigen Donnerstag im Gymnasium Ottweiler für die Klassen 8 und 10 an. Die älteren Schüler wollten eigentlich nach London, die jüngeren nach Hamburg. Ob die Fahrten stattfinden, ist noch offen und wird vom Schulleiter entschieden, informiert Christa Meyer aus dem Schulsekretariat. In jedem Fall gibt es dieser Tage „viel Telefoniererei mit den Busunternehmen“.

Erst mal nichts wird aus der Spanien-Fahrt der Neuner- und Zehnerklassen des Illtalgymnasiums, die ursprünglich diese Woche gebucht werden sollte. „Das Risiko ist zu hoch“, habe man sich „einvernehmlich mit den Eltern geeinigt“, lautet die Auskunft von Schulleiter Christoph Schreiner. „Da waren wir uns recht schnell einig.“ So sei diesbezüglich keine Missstimmung aufgekommen. Zumal gilt: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: „Wir wollen die Reise im September nachholen“, wenn sich die Lage wieder beruhigt hat.