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OB-Wahl in Neunkirchen
CDU schickt Dirk Käsbach ins Rennen

Dirk Käsbach (Mitte) mit Karl Albert (links), CDU-Fraktionschef im Stadtrat, und Henrik Eitel, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes.
Dirk Käsbach (Mitte) mit Karl Albert (links), CDU-Fraktionschef im Stadtrat, und Henrik Eitel, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes. FOTO: Julia Albert/CDU
Neunkirchen. Dirk Käsbach soll für die CDU zur Wahl des Neunkircher Oberbürgermeisters antreten. Der 46-Jährige ist Kämmerer der Stadt Königswinter am Rhein – aber im Saarland kein Unbekannter. Von Tobias Fuchs
Tobias Fuchs

Käsbach wurde am Freitagabend bei einer Delegiertenversammlung des CDU-Stadtverbandes als Kandidat vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Seine offizielle Nominierung steht allerdings noch aus. Sie soll am 11. Dezember stattfinden, teilte eine Sprecherin mit.


Der Neunkircher CDU-Chef Henrik Eitel nannte Käsbach einen „echten Glücksgriff für Neunkirchen“. Karl Albert, der Vorsitzende der Unionsfraktion im Stadtrat, betonte die Fachkompetenz und den „unvoreingenommenen Blick“ des Kandidaten. Er sei genau der Richtige, so Albert. Käsbach selbst bezeichnete seine Kandidatur als Angebot an die Neunkircher. „Es gilt, Neunkirchen zu stärken und nach vorne zu bringen und dabei auf der Tradition der Stadt und den Potentialen aufzubauen“, wird er in einer Pressemitteilung zitiert.

Käsbach stammt aus Nordrhein-Westfalen. Seit 2016 ist er Erster Beigeordneter und Kämmerer in Königswinter, einer Kommune mit rund 40 000 Einwohnern. Davor arbeitete der 46-Jährige etwas mehr als zwei Jahre im Saarland – als Dezernent beim Landkreis Merzig-Wadern. Seine Verwaltungskarriere begann er 1995 in Wipperfürth im Oberbergischen Kreis. Käsbach verfügt über einen Abschluss als Diplom-Verwaltungswirt und in Europäischem Verwaltungsmanagement. Er hat drei Söhne.



Dass Käsbach für die CDU antritt, darf als Überraschung gelten. Zuletzt war heiß spekuliert worden, wen die Partei bei der OB-Wahl in der zweitgrößten Stadt des Saarlandes ins Rennen schicken wird. Nun hat sie sich für einen Kandidaten von außerhalb entschieden. Käsbach fordert im Mai nächsten Jahres den derzeitigen Bürgermeister Jörg Aumann heraus, den die SPD kürzlich nominierte. Der bisherige Oberbürgermeister Jürgen Fried (SPD) steht nicht mehr zur Wahl.