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Bürgerinitiative Stadtmitte in Neunkirchen veranstaltet Konzerte am Rathaus

Musik vorm Rathaus Neunkirchen : Bürgerinitiative sorgt für den guten Ton

Ehrenamtler haben die Konzertreihe „Musik im Viertel“ ins Leben gerufen und machen das Drumherum. Kommende Woche geht es wieder los.

Wenn in der kommenden Woche im Innenhof des Rathauses wieder die Konzertreihe „Musik im Viertel“ beginnt, dann funktioniert das nicht ohne die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Bürgerinitiative Neunkirchen Stadtmitte, wie der Verein offiziell heißt. Sie haben diese Veranstaltungsreihe nicht nur ins Leben gerufen, sie erledigen auch das Drumherum. Sie kümmern sich um die Werbung, erledigen den Auf- und Abbau im Rathausinnenhof, übernehmen die Beköstigung der Besucher und sorgen während den Pandemieverordnungen auch für die notwendige Einlasskontrolle.

Nach der guten Resonanz beim ersten Konzert im vergangenen Sommer mit der Formation „blanc pages“ um Amby Schillo sind in diesem Sommer drei weitere Musikveranstaltungen geplant. „Während der Konzertpremiere im letzten Jahr haben wir festgestellt, dass der Rathausinnenraum einen besonderen Charme und auch eine sehr gute Akustik hat“, erklärte Initiator Helmut Lembach und so dauerte es auch nicht lange, bis er mit seinem Anliegen für die Fortsetzung der Veranstaltungsreihe bei Stadtteilmanager Wolfgang Hrasky vorstellig wurde. Als erstes werden am Dienstag, 22. Juni, um 17 Uhr die „Smoking Strings“ die Besucher mit Balladen und Rockklassikern aus 60 Jahren unterhalten.

Zwei weitere Konzerte sind am 27. Juli und am 31. August im Innenhof des Rathauses vorgesehen. Eintritt wird nicht erhoben, aber die Ehrenamtler bitten bei einer Hutsammlung um Spenden für die vielfältigen Projekte der Bürgerinitiative. „Ein wichtiges Thema für die Ehrenamtlichen ist zwar die Kultur“, erklärt Wolfgang Hrasky beim SZ-Besuch im Komm-Zentrum und nennt als Beispiele Klassikkonzerte für Familien, Staatstheaterbesuche mit Kindern aus dem Quartier oder einfach die musikalische Umrahmung während der Pflanztauschbörsen. Wichtige Themenfelder für die BI sind aber ebenso Umweltprojekte, Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes oder zur Nachbarschaftsstärkung. Und auch die Integration sowie die Gesundheit und Bildung der Menschen im Quartier seien eine ganz wichtige Aufgabe, erklärt Hrasky. Ein absoluter Renner, und das lässt der Stadtteilmanager nicht unerwähnt, ist seit zwei Jahren auch das Reparaturcafé, das ebenfalls von Ehrenamtlichen der BI betrieben und „sensationell gut angenommen“ wird. „Es geht den Verantwortlichen ganz einfach um die Stärkung der Stadtmitte“, bringt der 56-Jährige, der als städtischer Angestellter zum Amt für Soziale Dienste, Kinder, Jugend und Senioren gehört, die Arbeit der Bürgerinitiative Stadtmitte auf den Punkt.

Wolfgang Hrasky selbst sieht sich als „Kümmerer für die Stadtmitte und die Unterstadt“ und eine seiner Hauptaufgaben darin, „das phänomenal große Engagement der Ehrenamtlichen“ zu unterstützen. Dabei sei er keinesfalls als Vorgesetzter, betont er, sondern vielmehr ein Bindeglied zwischen den Ehrenamtlern und der Stadtverwaltung. Und eines ist dem dienstältesten Stadtteilmanager des Saarlandes noch wichtig: „Wir sind gegenseitig aufeinander angewiesen“, sagt Wolfgang Hrasky, „denn ich wäre ohne die Mitarbeiter allein und umgekehrt ist es genauso“.