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Brand machte ein Wohnhaus in der Römerstraße Wiebelskirchen unbewohnbar

Schwierige Bedingungen für Feuerwehr : Älteres Ehepaar verliert Wohnung nach Küchenbrand

Küchenbrand am Sonntag in Wiebelskirchen. Die beiden Hausbewohner bleiben unverletzt. Schwierige Bedingungen für die Rettungskräfte.

Die Küche eines Wohnhauses in einem Hinterhof an der Wiebelskircher Römerstraße ist am Sonntagmittag ausgebrannt. Eine drohende Brandausbreitung auf das Dach des Wohnhauses konnte die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen nach Angaben ihres Pressesprechers Christopher Benkert verhindern. Die beiden Hausbewohner – ein älteres Ehepaar – blieben unverletzt, wurden aber durch das Feuer obdachlos. Bis auf weiteres ist das Haus aufgrund des Brandschadens nicht bewohnbar.

Als das erste Löschfahrzeug der um 11.25 Uhr alarmierten Neunkircher Feuerwehr in der Römerstraße eintraf schlugen die Flammen bereits aus dem Küchenfenster im ersten Obergeschoss und hatten auf das davor liegende Dach einer Terrasse übergegriffen. Doch hatten zu diesem Zeitpunkt die beiden Bewohner ihr Haus bereits unverletzt verlassen. Damit konnten sich die Feuerwehrleute komplett auf die Brandbekämpfung konzentrieren. Zwei Zweier-Teams der Feuerwehr rückten geschützt durch Atemschutzgeräte dem Brand zu Leibe. Ein Trupp ging in die Brandwohnung vor, um den eigentlichen Brand in der Küche zu löschen. Der zweite Trupp konzentrierte sich auf das brennende Dach der Terrasse im ersten Stock und verhinderte ein weiteres Übergreifen der Flammen über die Fassade auf den Dachstuhl.

Durch die Lage des Hauses in einem Hinterhof mussten sich die Feuerwehrleute mit einem begrenzten Platzangebot arrangieren. So konnte beispielsweise die Drehleiter die Löscharbeiten nur von der benachbarten Robert-Koch-Straße aus über ein weiteres Haus hinweg unterstützen. Vom Korb der Drehleiter aus wurden unter anderem Teile des Terrassendaches und Fassadenelemente entfernt. Nötig war diese zeitaufwändige Arbeit, um eine unbemerkte Brandausbreitung unter der Wandverkleidung hinweg und im schlimmsten Fall bis unter das Dach auszuschließen. Im Zuge der Nachlöscharbeiten musste nicht nur das das komplette Terrassendach entfernt, sondern auch Teile der ausgebrannten Küche ausgeräumt werden. Um für die langwierigen Löscharbeiten genügend Personal für den Atemschutzeinsatz zur Verfügung zu haben, wurde als Unterstützung für die Löschbezirke Wiebelskirchen und Hangard noch ein Löschfahrzeug aus Furpach hinzugezogen. Mit Drehleiter und Einsatzleitwagen rückten die Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt und Wellesweiler in die Römerstraße aus.

Weil das auslaufende Löschwasser die Römerstraße bei Temperaturen um den Gefrierpunkt teilweise in eine Eisfläche zu verwandeln drohte, musste der Winterdienst des Zentralen Betriebshofes Neunkirchen tätig werden. Ebenfalls im Einsatz waren ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuz aus Ottweiler sowie die Polizei und der örtliche Energieversorger. Gegen 14.20 Uhr konnte die Feuerwehr Neunkirchen schließlich ihren Einsatz beenden.

In der Spitze waren 50 Feuerwehrleute aus den Löschbezirken Wiebelskirchen, Hangard, Neunkirchen-Innenstadt, Wellesweiler und Furpach im Einsatz. Beratend stand den Einsatzkräften auch Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack zur Seite, teilte Christopher Benkert unserer Zeitung mit.