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| 20:34 Uhr

Was tun bei Heuschnupfen
Bereits im Januar Pollenflug zu erwarten

Neunkirchen. Meist frostfreier Winter verlängert die Heuschnupfensaison für Betroffene.

() Die Nase kribbelt, die Augen jucken – und das schon im Januar: Laut Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst hat das relativ milde und meist frostfreie Wetter der vergangenen Wochen bereits für einen ersten Entwicklungsschub in der Natur gesorgt. Für Baumpollen-Allergiker heißt das: Die Nase läuft in diesem Winter schon früh.

Vor allem im Westen und Südwesten Deutschlands sind laut Karten des Deutschen Wetterdienstes bereits Hasel- und Erlenpollen in der Luft. Allergiker im Saarland und im Rhein-Ruhr-Gebiet trifft es in der Regel zuerst, Heuschnupfengeplagte im Norden können dagegen etwas länger durchatmen.

Zwar ist die Belastung im Januar schwächer als während der Hauptblütezeit von Hasel und Erle im Februar und März. Dennoch kann der frühe Pollenflug betroffene Allergiker stark belasten, da diese dann über einen längeren Zeitraum unter ihrem Heuschnupfen leiden. Das gilt vor allem, wenn keine anhaltende Winterkälte und Schneefall mehr zu erwarten sind, die den Pollenflug noch einmal bremsen.

Eine Haselpollen-Allergie äußert sich mit den typischen Heuschnupfensymptomen wie etwa Niesen und Augenjucken. Ob es sich tatsächlich um eine Reaktion auf die Pollen oder doch eine Erkältung handelt, lässt sich mittels Haut- und Bluttest herausfinden. „Diese sollten von einem auf Allergien spezialisierten Arzt durchgeführt werden“, rät Heiko Raber von der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Neunkirchen. Bei einer Allergie reagiert das körpereigene Immunsystem stark abwehrend gegen an sich harmlose Stoffe aus der Umwelt, sogenannte Allergene. Rasches Erkennen und Behandeln ist wichtig, damit aus einem Heuschnupfen kein allergisches Asthma wird.

Während der Heuschnupfenzeit wird vor allem die Einnahme sogenannter Antihistaminika empfohlen. Sie blockieren die Freisetzung des Histamins und verringern so die Allergiebeschwerden. Antihistaminika gibt es in Form von Tabletten, Tropfen, Spray oder Saft. Neuere Präparate machen zudem nicht mehr so müde wie noch vor einigen Jahren.

Wer auf Haselpollen reagiert, sollte außerdem auf etwaige Kreuzallergien achten. Betroffene könnten auch beim Verzehr von Haselnüssen sowie anderen Nusssorten Probleme bekommen. Auch hier bringen entsprechende Tests Klarheit.

Heiko Raber hat Tipps parat, die Heuschnupfengeplagten den Alltag erleichtern können: Vor allem während der Hauptblütezeit längere Aufenthalte im Freien meiden. Pollenfilter im Auto installieren, dazu Pollenschutzgitter an den Fenstern anbringen, vor dem Zubettgehen Haare waschen und die Kleidung nicht im Schlafzimmer ausziehen.