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Große Straßenbaustelle: Behinderungen in Neunkircher Innenstadt

Große Straßenbaustelle : Behinderungen in Neunkircher Innenstadt

In den kommenden Wochen ist die zentrale Kreuzung zwischen Decathlon und Saarpark-Center eine Baustelle.

Die Einmündung der Bildstocker Straße in die Königsbahnstraße in Neunkirchen ist mit ihrer veränderten Vorfahrtsregelung schon viele Monate eine heiße Ecke. Mit der Sanierung des Plättchesdohle biegt die Vorfahrt in die Bildstocker Straße ab, was nicht jeder versteht. Immer mal wieder zieht ein Auto trotz Warnleuchten die Königsbahnstraße in Richtung Rathaus durch, als sei nie etwas geschehen — und missachtet damit die Vorfahrt. Seit Dienstag ist an dieser Stelle noch ein bisschen mehr Verkehr. Der Weg in die Innenstadt endet nämlich am Decathlon-Kreisel. Dahinter beginnt eine 700 000 Euro teure Straßensanierung, wie der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) mitteilt. Besucher von außerhalb, die über die Autobahn A 8 nach Neunkirchen kommen, müssen sich mit Umwegen auseinander setzen.

Seit Montag sind Firmen im Auftrag des Landesbetriebs mit der Erneuerung von Fahrbahn und der Verkehrsinseln auf der Kreuzung Peter-Neuber-Allee/Königstraße (L 124 / L 115) zwischen Saarpark-Center und Holiday-Inn-Hotel beschäftigt. Der LfS erläutert: „Es ist vorgesehen, die Fahrbahn in einer Stärke von 20 Zentimetern vollständig aufzunehmen und von Grund auf mit dreilagigem Asphaltaufbau neu zu erstellen.“ Auch die Bordsteige und Rinnen an den Verkehrsinseln inklusive der Entwässerung packen die Straßenbauer bei dieser Gelegenheit an. Deshalb werden die Arbeiter auch für eine ganze Weile das Straßenbild beherrschen. Mit rund sieben Wochen in zwei Baufeldern rechnet der LfS.

Das gefällt dem Neunkircher Rathaus nicht wirklich. Oberbürgermeister Jürgen Fried rechnet mit massiven Verkehrsbehinderungen in den kommenden Wochen und betont, bei den Straßenarbeiten handele es sich nicht um eine städtische Maßnahme. Die Stadtverwaltung habe sich mehrfach dafür eingesetzt, dass die Arbeiten am Plättchesdohle und die Straßenerneuerung nur ein paar hundert Meter weiter zeitlich nicht zusammenfallen, so wie das auch ursprünglich geplant gewesen sei.

Das Rathaus in seiner Pressemitteilung: „Der LfS hat nun in einem Schreiben erklärt, dass man dem Wunsch der Stadtverwaltung nach einer zeitlichen Trennung der Baumaßnahmen nicht nachkommen könne. Man sei jedoch sehr bemüht, die negativen verkehrlichen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.“ Fried: „Auch wenn der LfS dem Anliegen der Stadt nicht nachgekommen ist, hoffe ich sehr, dass die Baumaßnahme schnell umgesetzt wird, um die Beeinträchtigungen zeitlich begrenzt zu halten.“ Und er zeigt sich versöhnlich. Insgesamt führe die Maßnahme natürlich zu einer Verbesserung der Verkehrssituation in der Stadt.

Der Landesbetrieb betont auf SZ-Nachfrage, man nutze bewusst die Sommerferien für die Arbeiten in der City, denn es gebe keine verkehrsärmere Zeit. Der Baubeginn Anfang Juli sei mit der Stadt schon lange vereinbart gewesen. Der LfS: „Nicht absehbar war zum damaligen Zeitpunkt, dass uns die Plättchesdohle auch im Sommer noch beschäftigen würde.“ Bei einer Verschiebung hätten die umfassenden Abstimmungsgespräche zwischen LfS, Verkehrsbehörden, Saarpark-Center und Verkehrsbetrieben wiederholt werden müssen. Die Vollsperrung des Plättchesdohle soll nach derzeitiger Planung Ende August erledigt sein. Der LfS hofft, dass die größten Verkehrsprobleme durch die aktuellen Sperrungen nach den ersten Tagen abmildern, weil sich die Fahrer dann darauf eingestellt haben. Für „Optimierungsvorschläge“ sei man zudem offen.

Die Arbeiten haben im ersten Baufeld mit der Sperrung des südlichen Kreuzungsbereichs Königsstraße/Peter-Neuber-Allee/Lindenallee begonnen. Der Verkehr fließt als Einbahnstraße einspurig auf der Peter-Neuber-Allee und zweispurig auf der Lindenallee am Baufeld vorbei. Für den gesperrten Bereich ist eine Umleitungsstrecke ausgeschildert. Sie verläuft auf der Strecke Peter-Neuber-Allee, Königsbahnstraße, Westspange, Südring, Talstraße, Brunnenstraße, Ringstraße und Karl-Schneider-Straße. Die Arbeiten am gegenüberliegenden nördlichen zweiten Baufeld beginnen dann in drei bis vier Wochen.

 Der Landesbetrieb empfiehlt Verkehrsteilnehmern, die Umleitungen bei der Routenplanung zu berücksichtigen, mehr Fahrzeit einzuplanenoder auf andere Strecken auszuweichen. Alle Einkaufsmärkte wie Saarpark-Center oder Decathlon und die zugehörigen Parkplätze sind jederzeit der Beschilderung folgend anfahrbar.