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Auf dem Flohmarkt in Neunkirchen schätzen Besucher die tollen Schnäppchen.

Flohmarkt in Neunkirchen : Wegen Buddhas auf Entdeckungstour

Auf dem Flohmarkt in Neunkirchen schätzen Besucher die tollen Schnäppchen.

Die Antwort auf die Frage, warum sie gerne über Flohmärkte bummelt, gibt Carmen Schäfer lachend: ,,Hier gibt es einfach die schönsten Buddhas“, freut sich die 59-jährige aus Dudweiler. „Wir haben bereits 170 Buddhas zu Hause und haben auf dem Flohmarkt in Neunkirchen gerade den 171. gekauft“, ergänzt ihr Ehemann, der 62-jährige Angestellte Heinz Schäfer, beim Gespräch am vergangenen Sonntag auf dem Rietz-Flohmarkt in Neunkirchen. Das Ehepaar findet Buddhas sehr dekorativ und freut sich, dass in ihrem Haus noch Platz für die neue Entdeckung ist.

„Auf Flohmärkten kann man tolle Schnäppchen machen“, findet Manuela Adel aus Steinalben bei Pirmasens. Die 45-jährige Postzustellerin schätzt zudem die tolle Atmosphäre und die große Auswahl, die es auf dem Rietz-Flohmarkt auf P West im Saarpark-Center gibt. Da die meisten Stände überdacht seien, könne man die Veranstaltung auch bei schlechtem Wetter besuchen. Ihr Ehemann Dennie Adel, ein begeisterter Hobbybastler, findet auf Flohmärkten nach eigener Aussage immer viele Dinge, aus denen er etwas basteln kann. An diesem Nachmittag hat er am Stand von Michael ausgefallene Werkzeuge entdeckt, die er gut gebrauchen kann. Flohmärkte spielen für ihn auch unter Recycling-Gesichtspunkten eine wichtige Rolle.

Patrick Plaster aus Dudweiler schätzt auf Flohmärkten den zwischenmenschlichen Umgang und die Gemeinschaft, die nach seinen Beobachtungen hier herrscht. Er hat gemeinsam mit seiner Partnerin Sandra Pusch in Neunkirchen ein Windlicht für die Terrasse gekauft. „Wir sind gerade am Umziehen und haben deshalb noch Ausschau nach einigen Kleinigkeiten gehalten“, erzählt der Gas- und Wasserinstallateur.

Manuela Adel lässt sich von Händler Michael beraten. Foto: Christine Schäfer
Sandra Pusch und Patrick Plaster bummeln gerne über Flohmärkte. Foto: Christine Schäfer
Hans Reidel an seinem Kerzenstand. Foto: Christine Schäfer
Stolz präsentieren Heinz und Carmen Schäfer ihren 171. Buddha. Foto: Christine Schäfer

Um 2 Uhr morgens steht Hans Reidel aus Nußloch bei Heidelberg auf, damit er an den Flohmarkttagen Punkt 3 Uhr Richtung Neunkirchen starten kann. Das Auto mit den Kerzen hat er schon am Tag vorher geparkt. Wenn er nach einer Stunde und zehn Minuten sein Ziel erreicht hat, beginnt der Aufbau des Standes, der immer an der gleichen Stelle steht. „So finden mich meine Stammkunden immer gleich“, erzählt der Inhaber einer Kerzenfabrik, der mit seinem Team die Kerzen selbst herstellt und nicht nur in seinen beiden Läden, sondern auch auf Flohmärkten verkauft. Vor allem die Duftkerzen seien bei den Kunden sehr beliebt. Durch die aktuelle Diskussion um das Corona-Virus habe er an diesem Sonntag statt der sonst üblichen 350 Kunden pro Flohmarkt nur rund 120 gehabt.