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Schmutziger Bahnhof
Auch Stadt will einen sauberen Bahnhof

Der Hauptbahnhof Neunkirchen sieht von außen gut aus, ist innen aber oft ziemlich vermüllt.
Der Hauptbahnhof Neunkirchen sieht von außen gut aus, ist innen aber oft ziemlich vermüllt. FOTO: rup / Rolf Ruppenthal
Neunkirchen. Oberbürgermeister Fried äußert sich zu Kritik: Für ordentlichen Zustand ist Unternehmen zuständig.

Nicht nur die Bahnkunden, auch die Verantwortlichen der Kreisstadt Neunkirchen ärgert, dass der Hauptbahnhof sich immer wieder negativ präsentiert. Jüngst beschwerte sich ein SZ-Leser über den Zustand des Neunkircher Bahnhofs und forderte die Stadt auf, die Reinigung zu übernehmen. Bereits seit Jahren steht die Stadt immer wieder in Kontakt mit der Bahn, um auf Probleme mit Sauberkeit und Sicherheit aufmerksam zu machen, teilt die Stadt daraufhin jetzt mit. „Es ist ein Dauerthema, das wir einfach nicht in den Griff bekommen können, denn die Bahn zieht sich aus ihrer Verantwortung,“ erläutert Oberbürgermeister Jürgen Fried. „Wir haben schon erreicht, dass das Gebäude neu gestrichen wurde und sich so ordentlicher präsentiert. Aber schon beim Thema Toilette bissen wir auf Granit. Die Bahn sieht sich nicht in der Pflicht, eine Toilette vorzuhalten. Wir als Stadt haben daher die Reinigung der Bedürfnisanlage im Bahnhof übernommen“, erklärt Fried. Auch die Gestaltung des Vorplatzes habe die Stadt übernommen.


Überdies gibt es eine Sicherheitspartnerschaft von Bahn, Polizei und Stadt, „damit Recht und Ordnung in diesem Bereich besser durchgesetzt werden können“, so Fried. Die tägliche Reinigung des Bahngeländes könne nicht auch noch auf Kosten der Steuerzahler gehen. Dafür sei die Bahn als Dienstleistungsunternehmen zuständig, die mit ihrem Angebot ja auch Geld verdiene. Es reiche nicht, sich um die Bahnhöfe in den Metropolen zu kümmern und die in der Provinz verkommen zu lassen, so Fried. Er hofft hier auf Besserung nach einem ersten positiven Gespräch mit dem Bahnbevollmächtigen Jürgen Konz. Fried: „Würde sie hier mehr investieren, trüge dies sicherlich auch zu einem besseren Image bei.“