Auch der Kreistag des Landkreises Neunkirchen wird am 26. Mai neu gewählt

Der Super-Wahltag : Die Wähler bestimmen den Kurs

Bis zum Wahltag am Sonntag, 26. Mai, gibt die SZ einen Überblick. Heute: Die Wahlen zum Kreistag Neunkirchen.

Der Super-Wahltag, Sonntag 26. Mai, rückt immer näher. Die Wahlberechtigten in den zwei Städten und fünf Gemeinden des Landkreises Neunkirchen geben ihre Stimmen ab für die Neubesetzung des Europa-Parlamentes, des Neunkircher Kreistages, der sieben Stadt- und Gemeinderäte, der Ortsräte (außer in Spiesen-Elversberg, wo die Ortsräte abgeschafft wurden) und wählen den Oberbürgermeister von Neunkirchen und die Bürgermeister von Eppelborn, Illingen, Ottweiler, Schiffweiler und Spiesen-Elverberg. In Merchweiler ist Amtsinhaber Patrick Weydmann (im Amt seit Ende Mai 2015) noch bis zur nächsten Kommunalwahl 2024 gewählt.

Landratswahlen stehen im Kreis Neunkirchen nicht an. Amtsinhaber Sören Meng (SPD) wurde nach dem Ausscheiden seiner Vorgängerin und Parteifreundin Cornelia Hoffmann-Bethscheider im November 2015 gewählt. Der Wiebelskircher Meng setzte sich damals gegen Mitbewerber Tobias Hans (CDU) aus Münchwies, den jetztigen Ministerpräsidenten des Saarlandes, durch. Die Amtszeit des Landrates dauert, wie die der kommunalen Verwaltungschefs auch, üblicherweise zehn Jahre, doch wegen der Vertaktung der Urwahlen von Landräten und Bürgermeistern mit den Kommunalwahlen ist der nächste Landratswahl-Termin 2024 mit der dann anstehenden Kommunalwahl gekoppelt.

Sollte sich bei den sechs Personen-Urwahlen im Kreis am 26. Mai keiner der Bewerber die absolute Mehrheit sichern, gibt es einen Stichwahl-Termin am Pfingstsonntag, 7. Juni. Außer in Illingen, wo es nur zwei Bewerber gibt und eine Entscheidung damit ziemlich sicher ist (außer bei einem eher unwahrscheinlichen Stimmen-Patt) , könnte es in den übrigen fünf Städten und Gemeinden daher zur Stichwahl zwischen den beiden beim ersten Termin stärksten Kandidaten kommen. Durchweg wird mit einem hohen Anteil von Briefwählern gerechnet, die sich das möglicherweise stressige Hantieren mit den zahlreichen Wahlzetteln und dazugehörigen Umschlägen in der Wahlkabine ersparen wollen.

In der heutigen Ausgabe startet die Lokalredaktion Neunkirchen mit der detaillierten Berichterstattung im Vorfeld der Wahl. Den Anfang macht die Wahl zum Kreistag. Rund 112 000 Bürger des Landkreises Neunkirchen (zirka 132 500 Einwohner), sind aufgefordert, die Besetzung des 33-köpfigen Kreistages neu zu bestimmen. Bei der Konstituierung 2014 setzte sich der Rat so zusammen: 14 Sitze für die SPD, 13 für die CDU, je zwei für Linke und AfD, je einer für die Piraten und die Grünen. Die Veränderungen in der Zusammensetzung seither: Anfang 2016 wurde aus der Fraktion Grüne-Piraten die Fraktion Freie-Piraten; im Mai 2017 wechselte Gerd-Rainer Weber von den Piraten zur SPD, Ute Maria Meiser verabschiedete sich von den Grünen und blieb erst fraktionslos, ehe sie Ende 2018 zur SPD wechselte. Womit die SPD auf 16 Sitze kam, die CDU blieb bei 13 Sitzen, die Linke und die AfD bei ihren jeweils zwei Kreistagsmitgliedern. Die CDU verlor im Juli 2018 ihren Fraktionssprecher Lothar Dietz, für den Verstorbenen rückte Karin Ecker nach. Beigeordnete des Landkreises Neunkirchen (gewählt werden die Beigeordneten vom Kreistag) sind Karlheinz Müller als Erster Beigeordneter und Manfred Schmidt und Gerd Rainer Weber (alle SPD).

Das Landratsamt in Ottweiler  ist im ehemaligen Witwenpalais untergebracht. Foto: Andreas Engel

Am 26. Mai treten für die Kreistagswahl im Landkreis Neunkirchen folgende Parteien an: CDU, SPD, Linke, AfD, Grüne und FDP.

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