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Aprilvortrag beim Historischen Verein Stadt Neunkirchen, Thema sind Zerstörungen der Unterstadt im Zweiten Weltkrieg

Mit historischen Fotos : Vortrag über die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg

   Der Historische Verein Stadt Neunkirchen (HVSN) wiederholt den Vortrag  „Neunkirchen in Trümmern - Teil 1 - Zerstörungen in der Unterstadt“ am Donnerstag, 4. April, 19 Uhr.

Während des Zweiten Weltkrieges war Neunkirchen mehrfach Ziel von Luftangriffen alliierter Bomber. Während in den ersten Kriegsjahren der Luftkrieg überwiegend auf militärische Ziele beschränkt blieb, kam es ab 1942 zu Flächenbombardements auf deutsche Großstädte und ab 1943 auch auf Mittel- und Kleinstädte. Am 15. März 1945, eine Woche bevor die Amerikaner in Neunkirchen einmarschierten, fand der letzte und schwerste Großangriff auf Neunkirchen statt, zu einem Zeitpunkt, zu dem keine kriegswichtigen Ziele mehr in Neunkirchen vorhanden waren, wie der HVSN schreibt. Alle Betriebe lagen still und die deutsche Armee hatte sich in Richtung Rhein zurückgezogen. Nach diesem letzten Angriff war die Stadt ein einziges brennendes Trümmer- und Trichterfeld. Bergung war durch tief fliegende Jagdbomber fast unmöglich. Bei Kriegsende waren fast 80 Prozent der Häuser der Innenstadt zerstört oder beschädigt und wichtige Versorgungseinrichtungen funktionierten nicht mehr. Neben diesen  Zerstörungen waren 400 zivile Opfer der Luftangriffe in Neunkirchen zu beklagen. Horst Schwenk,  Neunkircher Heimatforscher, zeigt auf vielfachen Wunsch erneut seine bedrückende Dokumentation der Zerstörungen, die er 2012 schon einmal vorgeführt hatte. Die meisten Fotos aus seinem umfangreichen Fundus waren ihm von   Privatpersonen überlassen worden. Der Vortrag beschränkt sich in diesem ersten von vier Teilen auf die Schäden in der Unterstadt.

Der ursprünglich für diesen Termin vorgesehene Vortrag über die Wasserhaltung in den Saargruben musste auf einen späteren Termin verlegt werden. Gäste sind   willkommen. Nichtmitglieder zahlen drei Euro.