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Weniger Arbeitslose im Kreis Neunkirchen
Angehende Auszubildende haben gute Chancen

Kreis Neunkirchen. Deutlich mehr offene Stellen als vor einem Jahr. Ausbildungsmarkt: Nachfrage nach Bewerbern gestiegen.

(red) Im März hat sich die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Neunkirchen weiter verringert. Mit 5 122 lag sie um rund 150 unter dem Februarstand und ist im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent gesunken. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,2 Prozent, 1,1 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Dies teilt die Arbeitsagentur mit. Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt lässt die Arbeitslosenzahlen weiter sinken“, so die Feststellung von Jürgen Haßdenteufel, Chef der Agentur für Arbeit Saarland. „Während der Wintermonate ruhten viele Außenarbeiten und jetzt nehmen die Aufträge und Einstellungen wieder zu. Auch der Tourismus und die Gastronomie bekommen mit Beginn der Freiluftsaison neuen Schwung. Für die nächsten Wochen rechne ich mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit.“ Bereits jetzt sind bei der Agentur deutlich mehr offene Ausbildungsstellen als vor einem Jahr gemeldet. Haßdenteufel rät Firmen, auch Jugendliche oder junge Erwachsene zu berücksichtigen, deren Potenziale bisher noch nicht genutzt werden. Nicht immer spiegeln sich die Kompetenzen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Schulnoten und Zeugnissen wieder.


Bei der Arbeitsagentur ist die Zahl der Arbeitslosen im März um rund 90 auf 1516 gesunken, das waren 190 weniger als vor einem Jahr. Bei Jüngeren unter 25 Jahren ist die Arbeitslosigkeit zum Vormonat um 38 auf 174 gesunken, das waren 21 Prozent weniger als vor einem Jahr. In der Altersgruppe 50plus waren 660 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen, 17 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosigkeit beim Jobcenter des Landkreises Neunkirchen ist im März ebenfalls gesunken (minus 65 auf 3606). Damit lag sie um 12,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im März mit 415 auf Vormonatsniveau. Sie ist gegenüber dem Vorjahr um 16 zurückgegangen. 910 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Zum Vorjahr sind das 17 Prozent weniger. Weniger als die Hälfte der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen ist gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits ein Jahr und länger registriert. Mit 1520 Langzeitarbeitslosen beträgt ihr Anteil an allen Arbeitslosen 42 Prozent. Die Unterbeschäftigung lag im Landkreis Neunkirchen im März mit 7400 Personen um 650 unter dem Vorjahresniveau. Der Anteil der Arbeitslosen an der Unterbeschäftigung betrug 69 Prozent. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie in Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen oder ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde. Mit dem Konzept der Unterbeschäftigung werden Defizite an regulärer Beschäftigung umfassender erfasst. Im März haben die Unternehmen der Region 320 Stellen zur Besetzung gemeldet, fast doppelt so viele wie im Vorjahresmonat. Aktuell sind noch über 1100 Stellen offen.



Besonders viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden derzeit in der Zeitarbeit, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel und im Baugewerbe gesucht. Auch das Gastgewerbe, das Verarbeitende Gewerbe und der Bereich der freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungen haben Personalbedarf.

Im Kreis Neunkirchen wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 570 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 15,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 690 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur. In vielen Betrieben sind die Einstellungsverfahren derzeit noch nicht abgeschlossen und es bieten sich noch zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten. Offene Ausbildungsstellen gibt es noch in allen Berufsbereichen.

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