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Andre Müller aus Hangard ist deutschlandweit der beste Auszubildende im Beruf „Fachkraft für Metalltechnik“

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Andre Müller aus Hangard ist deutschlandweit der beste Auszubildende in seinem Beruf, Fachkraft für Metalltechnik. Er arbeitet bei Eberspächer.

André Müller aus Hangard ist deutschlandweit der beste Auszubildende im Beruf der „Fachkraft für Metalltechnik“ und wurde bei Eberspächer ausgebildet, wo man stolz auf diesen Erfolg ist. Als Bundes- und damit auch Landessieger wurde Müller von der IHK Saarland ausgezeichnet und vom Verband der Metall- und Elektroindustrie mit einem Sonderpreis geehrt. Leider fiel die Bestenfeier mit Zeugnisübergabe durch den Ministerpräsidenten wegen Corona aus, doch Müller freute sich trotzdem.

Die Mitteilung kam mit der Post, vorher hätten sie in der Lehrwerkstatt gehofft und gebangt ob es klappt. „Ich hatte bei der Prüfung 99 Prozent der Anforderungen erfüllt. Es gab schon Bundessieger mit weniger Punkten. Ich hatte also eine Chance und war überglücklich als die Urkunde kam“, sagt er heute. Nach der Schule war der 24-Jährige zunächst in einer Ausbildung zum Straßenbauer. „Ich habe keine Ahnung, warum ich das damals abgebrochen habe. Ich kam gut klar, trotzdem bin ich ausgestiegen“, sagt er rückblickend. Als ungelernter Arbeiter war er Helfer in einer Gießerei. „Die Arbeit war heiß und laut. Aber als Ungelernter kannst du keine Ansprüche stellen. Ich hatte mich daher nochmals um eine Ausbildung beworben und wurde bei Eberspächer genommen und inzwischen auch übernommen.“

Heute habe er einen festen Job in der Instandsetzung, er repariere und warte die Maschinen des Unternehmens. Die Zeit in der Lehrwerkstatt sei aufregend gewesen, Chefs und Auszubildende pflegten ein tolles Verhältnis zueinander. Da habe er sich wohlgefühlt. Privat geht der junge Mann gerne in das Fitnessstudio, das allerdings momentan geschlossen ist und ertüchtigt sich bei Touren mit seinen zwei Hunden. „Beruflich will ich jetzt erst einmal Erfahrung sammeln und bei Eberspächer bleiben. Wie es dann weitergeht, das werden wir sehen“, sagt der 24-Jährige, der erst einmal froh ist, einen Platz gefunden zu haben.