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Albtraum unterm Tannenbaum

Albtraum unterm Tannenbaum

Neunkirchen. Endspurt in Sachen Weihnachtsgeschenke ist derzeit wohl überall angesagt. Ob Spielwaren, Bekleidung oder auch Bücher - es wird fleißig ausgesucht und eingepackt. Doch nicht jedes Geschenk kommt am Ende gut an

Neunkirchen. Endspurt in Sachen Weihnachtsgeschenke ist derzeit wohl überall angesagt. Ob Spielwaren, Bekleidung oder auch Bücher - es wird fleißig ausgesucht und eingepackt. Doch nicht jedes Geschenk kommt am Ende gut an. Zwar gab es noch nichts, was Monika Blaß und Elisabeth Schneider aus Kusel aus der Fassung gebracht hätte, doch allergisch reagieren die beiden, wenn unter dem Tannenbaum statt persönlicher Dinge Haushaltsgeräte liegen. Und für ihren Mann hat Elisabeth Schneider auch einen Weg gefunden, den Geschmack zu treffen. "Ich schicke ihm immer unsere Tochter mit, seitdem gab es nur noch schöne Dinge unter dem Christbaum." Von Gutscheinen hält Monika Blaß nicht viel. "Da schenke ich lieber Geld, da kann sich der Beschenkte aussuchen, wo er einkauft." Richtig peinlich wurde es für Gaby Steinbach aus Ottweiler, als sie einmal eine Wanduhr mit bunten Kacheln geschenkt bekam. "Bestimmt ein schönes Stück. Aber bei mir hat sie so gar nicht in die Wohnung gepasst. Also hab ich sie an den Flohmarkt weitergegeben", erinnert sie sich. Gerne weiter geschenkt hätte Monika Schmitt aus Neunkirchen ein extrem modernes Milchkännchen im Porschestil. "Es sah zwar toll aus, aber war überhaupt nicht zu gebrauchen." Doch ihr Sohn hat sie jedesmal ermahnt, als sie es verschenken wollte. "Und so steht es inzwischen zur Dekoration auf dem Schrank und sieht schick aus", erzählt sie. Zwar greift sie auch mal zu Gutscheinen, aber Weihnachten ohne Geschenke ist für sie undenkbar. "Es gibt immer Kleinigkeiten, und so hat jeder ein Päckchen zum Auspacken." Eine gute Idee verfolgt Heidi Bonitz aus Wellesweiler schon seit Jahren. "In unserem Verein wichteln wir immer. Es darf nichts Gekauftes sein, sondern etwas Geschenktes, was man selbst absolut nicht gebrauchen kann. Und bisher habe ich mich immer über die Sachen gefreut", berichtet sie. Sie mag auch lieber Geschenke, kauft Gutscheine nur sehr zweckgebunden, wie etwa in einem Buchladen. Bisher immer zufrieden war auch Paul Schröder aus Heiligenwald, seine Mama allerdings war von dem Bügeleisen, das er für sie gekauft hatte, weniger begeistert. "Deshalb habe ich mir in diesem Jahr etwas mit meiner Schwester zusammen ausgedacht." Aus verständlichen Gründen wollte eine Schülerin ihren Namen nicht nennen, konnte sich jedoch noch gut an einen Schal, den sie mal zu Weihnachten von der Oma bekommen hat, erinnern. "Der war so schrecklich, dass ich ihn zurückgegeben habe. Danach hat sie nicht mehr für mich gestrickt."