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Müdigkeit
Was tun gegen die Herbstmüdigkeit?

Wenn die Tage kürzer werden und die Dunkelheit schneller einsetzt, nimmt auch die Müdigkeit zu.
Wenn die Tage kürzer werden und die Dunkelheit schneller einsetzt, nimmt auch die Müdigkeit zu. FOTO: dpa / Friso Gentsch
Neunkirchen. Vor allem die Dunkelheit in dieser Jahreszeit stört die Deutschen. Mit fünf Tipps kann man dagegenhalten.

Warum habe ich morgens keine Lust, aus dem Bett zu steigen? Wieso werden meine Augenlider tagsüber so schwer wie Blei? Und warum kann ich mich nach Feierabend nicht mehr zu einem Spaziergang motivieren? Hinter all diesen Fragen verbirgt sich in der Regel ein für die Jahreszeit typisches Phänomen, unter dem etliche Menschen leiden: die Herbstmüdigkeit.


„Hauptursache dafür ist der Mangel an Sonnenlicht“, erklärt Heiko Raber von der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Neunkirchen. „Die Deutschen stört in dieser Jahreszeit vor allem die Dunkelheit: 69 Prozent beklagen, dass es früher dunkel wird und fast ebenso viele (64 Prozent), dass sich die Tage kürzer anfühlen.“ Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH.

Raber weiter: „Wenn die Tage kürzer werden, steigert unser Körper die Bildung des Schlafhormons Melatonin. Zugleich verringert sich durch den Lichtmangel die Produktion des Glückshormons Serotonin.“



Folgende fünf Tipps gegen Herbstmüdigkeit machen Groß und Klein jetzt munter:

Ob Spaziergang, kurze Radtour oder Laufrunde: möglichst täglich mindestens eine halbe Stunde. Das natürliche Tageslicht hellt die Stimmung durch die Produktion von Serotonin auf.

Unser Körper ist im Herbst durch Kälte und Nässe anfällig für Erkältungskrankheiten. Damit es nicht soweit kommt, reichlich Vitamine und Mineralien zur Stärkung der Abwehrkräfte zu sich nehmen. Ideal dafür: eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Proteinen.

Auch in den Wintermonaten etwa eineinhalb bis zwei Liter pro Tag trinken. Am besten sind Wasser, zuckerfreie Säfte oder ungesüßter Tee.

Stressreduzierung ist das Gebot des Tages, damit das Immunsystem letztlich in der Balance bleibt. Darum: Mehr Zeit beim Frühstück nehmen, regelmäßige Sauna- oder Wellnessbesuche oder Hören der Lieblingsmusik.

Für ganz Mutige: morgendliche Wechselduschen kurbeln den Kreislauf ordentlich an.