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Ringen
260 Kinder ringen bei den Schulmeisterschaften

Wiesbach. In der Wiesbachhalle gingen über 260 Jungen und Mädchen bei den Schulmeisterschaften auf die Matte. Von Benno Weiskircher

„Ringen findet im Schulsport immer größere Resonanz,“ stellte Kurt Spaniol, Schul- und Breitensportreferent im Saarländischen Ringerverband (SRV), angesichts der hohen Teilnehmerzahlen bei den Schulmeisterschaften im Ringen zufrieden fest. In der Wiesbachhalle gingen über 260 Jungen und Mädchen auf die Matte, um sich im fairen Wettkampf in verschiedenen Alters- und Gewichtsklassen zu messen. Die saarländischen Schulmeisterschaften im Ringen sind zu einem Erfolgsmodell gewachsen. Das Bewegungsfeld „Kämpfen und Ringen“ ist seit Jahren Bestandteil im Lehrplan „Sport“ im Saarland. Der Zuspruch wurde bei dendiesjährigen Titelkämpfen mehr als deutlich.


Spaniol rief 2015 die Schulmeisterschaften wieder ins Leben, nachdem sie 2010 kurzzeitig nicht mehr stattfanden. „Es war die richtige Entscheidung“, lautete Spaniols Fazit. „Eine ganz wichtige Aktion“ bezeichnete der SRV-Präsident Bernd Wegner die Landesmeisterschaften. Der Bildungsreferent im SRV, Paul Schneider, freut sich, dass dieses Bewegungsfeld nicht nur im Lehrplan steht, sondern auch praktiziert wird.

Unter den Teilnehmern tummelten sich neben aktiven Jugend-
ringern auch viele, die mit dem Ringkampfsport noch nicht so viel Erfahrung haben. Dennoch zeigten viele „Nichtringer“ großes Bewegungstalent. Für die Gesamtschule Wiesbach/Dirmingen gingen 21 Kinder auf die Matte. „Wir versprechen uns, dass wir durch diese Meisterschaft Jugend gewinnen können“, hofft Jugendtrainer Stefan Schmidt vom ausrichtenden KSV Wiesbach. Aus einer Ringerfamilie stammt Zoe Bennoit vom ASV Hüttigweiler. In Wiesbach nahm sie zum ersten Mal an den Schulmeisterschaften für die Mühlbachschule Schiffweiler teil. „Ich will gewinnen“, lautete ihre klare Ansage. Im Duell gegen ihre Vereinskameradin Franziska Blaumeiser erkämpfte sie sich den Klassensieg.



Zum ASV-Nachwuchs zählt auch Florian Dauster. Er startete für die Gemeinschaftsschule Marpingen. Dauster beherrschte die WK 4 und siegte vor Franziska Blaumeiser, die auch bei den Jungen im 15 Teilnehmer starken Feld antrat und einen bemerkenswerten zweiten Rang belegte. Florian Dauster hatte mit Mama Nicole Unterstützung am Mattenrand mitgebracht. „Für Mattenerfahrene ist es schwierig, die manchmal unkontrollierten Bewegungen von im Ringen unerfahrenen Jungs richtig einzuschätzen,“ sagte Nicole Dauster. Freuen konnte sie sich mit ihrem Sprössling über den Klassensieg. Sieger waren am Ende wohl alle, die sich an den Meisterschaften beteiligten. Belegten die die aktiven Ringer durchweg die vorderen Plätze, so war es für viele Nichtaktive eine tolle Erfahrung sich im Wettkampf zu beweisen. Der Vizepräsidenten des Deutschen Ringerbundes, Ralf Diener, der das Wettkampfbüro leitete, freute sich über die zahlreichen Nichtringer. „Vielleicht ein erster Anstoß für diese Jugendlichen, sich einem Verein anzuschließen“, so Ralf Diener.