147 Punkte für die Umweltschutz-Maßnahmen

147 Punkte für die Umweltschutz-Maßnahmen

Heiligenwald. Drei bunte Messing-Schmetterlinge zieren ihre Hausnummer in der Bruchwiesstraße. Die hat sich Esther Bost (53) aus Heiligenwald extra angeschafft, weil es ihr so ganz grün an der Hauswand nicht gefiel

Heiligenwald. Drei bunte Messing-Schmetterlinge zieren ihre Hausnummer in der Bruchwiesstraße. Die hat sich Esther Bost (53) aus Heiligenwald extra angeschafft, weil es ihr so ganz grün an der Hauswand nicht gefiel. Obendrein sollen die Falter schon von weitem auf die grüne Hausnummer aufmerksam machen: "Man ist ja schließlich ein bisschen stolz", sagt die diplomierte Betriebswirtin. Rein zufällig ist Esther Bost beim Surfen im Internet auf den "Antrag für Grüne Hausnummer" gestoßen, die das Umweltministerium seit mehr als zehn Jahren vergibt. "Den fülle ich einfach mal aus", dachte sich Bost. Und erhielt 147 Punkte für die Umweltschutz-Maßnahmen rund um ihr Haus, in dem sie zusammen mit ihrer 73-jährigen Mutter Waltraud Schindler, ihrer 17-jährigen Tochter Julia und ihrem Lebensgefährten wohnt. Gewissermaßen als Altersvorsorge hat sich die Mehrgenerationen-Familie eine Photovoltaik-Anlage vor fünf Jahren auf der Garage anbringen lassen. Seitdem produzieren sie Strom für den Eigengebrauch und die KEW (Kommunale Energie- und Wasserversorgung AG). Später wurde die Heizung mit einem neuen Brenner ausgestattet, der 800 Liter auf Vorrat speichern kann. Solarzellen auf dem Dach, die für warmes Wasser sorgen, kamen irgendwann hinzu. Auch die Fenster wurden doppelt verglast. Bost schätzt, dass sie so gut und gerne 30 Prozent ihrer Energiekosten senken könne. Was ihr einen Großteil der 147 Punkte einbrachte. Die restlichen gab es für den Holzfußboden von 1929, der bei Renovierungsarbeiten frei gelegt und abgeschliffen wurde. Schließlich auch dafür, dass das Dreigenerationen-Haus auf einem offenen Gelände steht. Und wieder die Schmetterlinge: "Die findet man doch nur noch dort, wo die Natur intakt ist", weiß Esther Bost.