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Neunkirchen legt das Frühlingskleid an

Neunkirchen legt das Frühlingskleid an

Neunkirchen. So stark ist ihr Duft, dass es sich sogar im Namen niederschlägt. "Betäuben" ist die Bedeutung des griechischen Ursprungs von Narzisse, einer gelben Blume mit einer Glocke, die daher auch Osterglocke genannt wird. Doch nicht nur durch ihren Geruch, auch durch ihre Formen und Farben bestechen die Blumen, die im März zu blühen beginnen und damit den Frühling einläuten

Neunkirchen. So stark ist ihr Duft, dass es sich sogar im Namen niederschlägt. "Betäuben" ist die Bedeutung des griechischen Ursprungs von Narzisse, einer gelben Blume mit einer Glocke, die daher auch Osterglocke genannt wird. Doch nicht nur durch ihren Geruch, auch durch ihre Formen und Farben bestechen die Blumen, die im März zu blühen beginnen und damit den Frühling einläuten.Noch ist es zu kalt für die Frühlingsblumen, doch Ende März sollen bunte Blumenbeete die Stadt zieren. Gut 20 000 Blumen wird der Zentrale Betriebshof pflanzen, darunter Veilchen, Gänseblümchen, Narzissen, Vergissmeinnicht und Hyazinthen. "Damit holen wir den Frühling in die Stadt. Die bunten Farben lockern das Stadtbild auf", sagt Jürgen Theisen, einer der Gärtnermeister der Stadt.

Die genannten Blumen blühen ab März und halten bis zu einem halben Jahr. Allerdings müssen sie schon zu den Eisheiligen Mitte Mai dem sogenannten Sommerflor weichen. Beim Sommerflor, so Theisen, handelt es sich um Langtagespflanzen, die mehr als acht Stunden Sonnenlicht am Tag brauchen, während die Frühlingsblumen als Kurztagespflanzen mit weniger Licht auskommen. Von der Menge der Sonneneinstrahlung hängt schließlich ab, welche Blumen wo gepflanzt werden. Der Sommerflor hält ungefähr bis Oktober - "sobald der Frost kommt, sind die Blumen hin", sagt Theisen.

Schon im Herbst wurden die Beete umgegraben und gekalkt. In etwa 14 Tagen, schätzt Theisen, kann die Bepflanzung starten, die rund eineinhalb Wochen dauern wird. Dabei wird zuerst der Boden gelockert und gedüngt, dann werden die Pflanzen aus den Töpfen in die Erde gesetzt und mit einem Rechen eingeebnet. Bis zu zwei Mal pro Woche muss gegossen werden, im Sommer fast täglich.

Die Blumen stammen aus Gärtnereien, mit denen die Stadt seit Jahren zusammenarbeitet. Eine eigene Zucht sei nicht rentabel, heißt es bei der Stadt. Doch nicht alle Pflanzen stammen aus Gärtnereien. Die Knollen der Zwiebelgewächse wie Tulpen, Hyazinthen, Narzissen und Krokusse werden im Herbst eingesetzt und wachsen von selbst nach. Sie werden lediglich an bestimmten Stellen nachgesetzt, wenn zum Beispiel Autos über das Beet gefahren sind. Neu bepflanzt werden laut Theisen unter anderem die Verkehrskreisel in der Zweibrücker Straße unterhalb der Kirkeler Straße. Wichtig beim Einpflanzen ist, dass der Boden gut gelockert und feucht ist. "Die Wurzel muss Kontakt mit der Erde bekommen, sonst vertrocknet sie und geht schnell kaputt", erklärt Theisen.

Das derzeit frühlingshafte Wetter könnte Hobbygärtner zum Pflanzen verleiten, dafür sei es aber noch zu früh. "Ich würde noch ein wenig warten, bis wirklich kein Frost mehr kommt - gerade in der Nacht."

Auf einen Blick

 Gänseblümchen mit "Besuch".
Gänseblümchen mit "Besuch".

Auf einer Fläche von 1100 Quadratmetern pflanzt die Stadt Neunkirchen rund 20 500 Frühlingsblumen (Gänseblümchen, Vergissmeinnicht, Narzissen, Hyazinthen, Veilchen). Die Bepflanzung kostet rund 8000 Euro. Bis zu sechs Mitarbeiter des Zentralen Betriebshofes sind pro Revier (Neunkirchen ist in drei Reviere eingeteilt) eingesetzt. red