1. Saarland

Neumeier „knallt sich immer voll rein“

Neumeier „knallt sich immer voll rein“

Fußball-Oberliga: Der FC Wiesbach freute sich am Samstag über ganz späten 1:0-Sieg beim FSV Salmrohr. Hertha-Trainer Michael Petry hatte mit der Einwechslung des Sieg-Torschützen ein glückliches Händchen.

In der Fußball-Oberliga-Partie zwischen dem FSV Salmrohr und dem FC Hertha Wiesbach ist am Samstag in der zweiten Halbzeit die fünfte Minute der Nachspielzeit angebrochen. Wiesbachs Giovanni Runco schlägt einen Eckball an den zweiten Pfosten. Stürmer Björn Recktenwald köpft das Leder quer - und Innenverteidiger Marius Neumeier nickt den Ball im Zentrum über die Torlinie. Danach ist Schluss - und der FC Hertha entführt durch Neumeiers ganz späten Treffer drei Punkte aus dem Salmtalstadion.

"Da hatte ich wohl ein glückliches Händchen", freute sich Wiesbachs Trainer Michael Petry. Er hatte Neumeier zwei Minuten zuvor für Hendrik Schmidt gebracht. "Genau dafür habe ich ihn eingewechselt. Ich habe in der letzten Saison ein Spiel beobachtet, bei dem Marius nach seiner Einwechslung nach einem Standard getroffen hat. Daran habe ich mich erinnert. Es lohnt sich also, sich das eine oder andere Spiel anzusehen", flachste der Trainer.

Für den 27-jährigen Neumeier, der im Augenblick in der Innenverteidigung nicht an den Stammkräften Mike Baier und Sebastian Lück vorbeikommt, hatte Petry aufmunternde Worte: "Marius hat mit Sebastian einen Spieler vor der Nase, der es im Moment hervorragend macht. Aber Marius ist ein guter Charakter. Wenn ich ihn bringe, knallt er sich immer voll rein. Für einen gestandenen Spieler wie ihn, ist es doppelt schwer, auf der Bank zu sitzen. Aber er wird seine Chancen bekommen. Heute hat er gezeigt, wie wichtig er für uns ist."

Schon vor dem späten Siegtreffer war Wiesbach vor 201 Zuschauern die bessere Mannschaft. Auf dem tiefen, schwer bespielbaren Rasen scheiterte Wiesbachs Marcel Noll mit einem Kopfball (12. Minute), einen Schuss von Maurice Urnau hielt Salmrohrs Torwart Daniel Ternes (30.).

Im zweiten Durchgang vergaben Schmidt (54.), Runco (68.) und Yalcin (Nachspielzeit) weitere Chancen für den FC Hertha, bevor Neumeier das erlösende Tor erzielte. "Wenn man in der 95. Minute trifft, ist das glücklich, aber wir hatten die reifere Spielanlage, haben mehr investiert und verdient gewonnen", sagte Petry.