1. Saarland

Neugewählter Chef der Kita-Eltern fordert bei Kessler Mitsprache ein

Neugewählter Chef der Kita-Eltern fordert bei Kessler Mitsprache ein

Saarbrücken. Der Landeselternausschuss der Kindertageseinrichtungen hat sich über mangelnde Mitwirkungsrechte der Elternschaft in den Kitas beschwert. Ausschuss-Chef Patric Hennes sagte der SZ, vor der Verabschiedung des Kita-Gesetzes im Jahr 2008 hätten die Eltern noch ein echtes Mitbestimmungsrecht in den Entscheidungsgremien der Kitas gehabt

Saarbrücken. Der Landeselternausschuss der Kindertageseinrichtungen hat sich über mangelnde Mitwirkungsrechte der Elternschaft in den Kitas beschwert. Ausschuss-Chef Patric Hennes sagte der SZ, vor der Verabschiedung des Kita-Gesetzes im Jahr 2008 hätten die Eltern noch ein echtes Mitbestimmungsrecht in den Entscheidungsgremien der Kitas gehabt. Das von der damaligen Kultusministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) initiierte Gesetz habe die Mitwirkung der Eltern in den Einrichtungen dann aber beschnitten und auf eine rein beratende Funktion beschränkt. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass der für alle Kitas im Saarland zuständige Landeselternausschuss erst durch dieses Gesetz ins Leben gerufen wurde. Hennes sagte, soweit ihm bekannt, seien Elternvertreter beim damaligen Gesetzgebungsverfahren gar nicht angehört worden.Der Landeselternausschuss der Kitas hatte sich am 24. Februar 2010 konstituiert. Bildungsminister Klaus Kessler (Grüne) habe bisher nicht von sich aus das Gespräch mit dem Ausschuss gesucht, teilte Hennes auf SZ-Anfrage mit. Er selbst habe den Minister daher nun um ein Gespräch gebeten. Hennes möchte dabei insbesondere auch über die von Kessler wiederholt angekündigten Änderungen beim dritten Kindergartenjahr sprechen. Demnach sollen Grundschullehrer künftig für jeweils vier Wochenstunden in die Kindertagesstätten kommen, um dort schulisches und spielerisches Lernen miteinander zu verbinden. nof