1. Saarland

Neueste Konzepte für den Umweltschutz

Neueste Konzepte für den Umweltschutz

Birkenfeld. Wertschöpfung in der Region für eine starke Region. Das sind Schlagwörter, die viele Länder bewegen. Das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) eröffnet mit der Internationalen Kreislaufwirtschaftswoche Rheinland-Pfalz von Montag bis Freitag, 15. bis 19. Oktober, und der Internationalen Kreislaufwirtschaftskonferenz Rheinland-Pfalz am Mittwoch, 17

Birkenfeld. Wertschöpfung in der Region für eine starke Region. Das sind Schlagwörter, die viele Länder bewegen. Das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) eröffnet mit der Internationalen Kreislaufwirtschaftswoche Rheinland-Pfalz von Montag bis Freitag, 15. bis 19. Oktober, und der Internationalen Kreislaufwirtschaftskonferenz Rheinland-Pfalz am Mittwoch, 17. Oktober, am Umwelt-Campus Birkenfeld die Möglichkeit zum internationalen Dialog.Seit mehreren Jahren veranstaltet das IfaS mit dem rheinland-pfälzischen Wirtschafts- und Umweltministerium die Internationale Kreislaufwirtschaftswoche und lädt hierzu Gäste aus allen Teilen der Welt ein, sich über neueste Umweltschutztechnologien und Managementkonzepte "made in Rheinland-Pfalz" zu informieren. In diesem Jahr folgen Regierungsvertreter und Unternehmer aus Argentinien, Brasilien, Gabun, Ghana, den Kapverden, Kolumbien, Marokko, Mazedonien, Polen, Sri Lanka und der Türkei der Einladung an den Umwelt-Campus. Hier erwartet sie ein breit gefächertes Besichtigungsprogramm, das den Null-Emissions-Campus Birkenfeld, die Energielandschaft in Morbach, die weltgrößte Windkraftturbine sowie moderne Technologien zur energetischen und stofflichen Nutzungen von Abfällen und Abwasser umfasst.

Viele dieser Länder leiden unter Haushaltsdefiziten, die aus ineffizienter Energieversorgung und ressourcenverschwendender Abfall- und Abwasserwirtschaft resultieren. Auch deutsche Kommunen haben in diesen Sektoren einen Leidensweg hinter sich. Doch setzten sich in Deutschland immer mehr Kreislaufwirtschafts- und Null-Emissions-Ansätze durch. Kommunen haben gelernt, die eigenen Abfälle als Ressourcen zu nutzen, und erzeugen Energie und Rohstoffe aus ihren Abfällen und Abwasser. Erneuerbare Energien aus Sonne, Wind und lokal verfügbarer Biomasse helfen dabei, den kommunalen Haushalt nicht nur zu entlasten, sondern im besten Fall zu sanieren. Unter Beweis stellen dies rheinland-pfälzische Gebietskörperschaften, wie die Verbandsgemeinde Birkenfeld mit ihrer Stiftung "Sonne für Birkenfeld", die Verbandsgemeinde Weilerbach mit einer energieautarken Kläranlage oder der Rhein-Hunsrück-Landkreis mit einem Null-Emission-Konzept für den gesamten Landkreis.

Das IfaS erstellt für die Kapverden einen Energiemasterplan, der bis zum Jahr 2020 den Aufbau einer bezahlbaren 100-Prozent-Energieversorgung aus erneuerbaren Energien vorsieht. Der Energiemasterplan umfasst neben der technischen Machbarkeitsuntersuchung auch die Konzeptionierung eines Investitions- und Finanzierungsmodells zur Maximierung der regionalen Wertschöpfung.

Den Umbau eines Nationalparks zu einem Null-Emission-Nationalpark zieht eine kolumbianische Delegation nach Birkenfeld. Bei einem Abendempfang durch die stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin des Landes Rheinland-Pfalz, Eveline Lemke (Grüne), unterschreiben der Direktor des Parks und das IfaS eine Kooperationserklärung. red