Neues blaues Kennzeichen Für diese Fahrzeuge im Saarland ist ab März ein neues Nummernschild Pflicht

Service | Berlin · Viele Fahrzeuge benötigen ab dem 1. März ein neues Kennzeichen. Was Sie wissen müssen.

 Ab 1. März sind die schwarzen Versicherungskennzeichen nicht mehr gültig, sondern nur noch blaue.

Ab 1. März sind die schwarzen Versicherungskennzeichen nicht mehr gültig, sondern nur noch blaue.

Foto: dpa-tmn/Elke A.Jung-Wolff

Zulassungsfreie Kraftfahrzeuge wie etwa Roller, Mofas oder Mopeds brauchen in Deutschland schon bald neue Kennzeichen, und damit natürlich auch im Saarland. „Wer im März weiter mit alten schwarzen Kennzeichen fährt, macht sich strafbar und ist nicht versichert“, warnt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Die neuen blauen Kennzeichen sind direkt bei den Kfz-Versicherern erhältlich.

Roller, Mofas oder Mopeds: Ab 1. März gilt nur noch das blaue Kennzeichen

Ab 1. März startet ein neues Versicherungsjahr. Ab dem Stichtag gilt dann nur noch das neue blaue Kennzeichen, die schwarzen Nummernschilder verlieren ihre Gültigkeit.

„Anders als Pkw müssen Mofas, Mopeds und E-Scooter für den Betrieb auf öffentlichen Straßen nicht bei einer Zulassungsstelle angemeldet werden. Eine Betriebserlaubnis und ein gültiges Versicherungs-Kennzeichen beziehungsweise eine Versicherungs-Plakette reichen“, so der GDV. Um erkennen zu können, ob der Versicherungsschutz aktuell ist, wechselt die Farbe jedes Jahr zum 1. März zwischen schwarz, blau und grün.

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Für diese Fahrzeuge gilt das blaue Kennzeichen

(Maße 13,0 mal 10,1 cm)

  • Kleinkrafträder wie Mofas und Mopeds, die nicht mehr als 50 Kubikzentimeter Hubraum haben und nicht schneller als 45 Stundenkilometer fahren
  • Elektrofahrräder mit einer Tretunterstützung bei Geschwindigkeiten über 25 km/h oder einer tretunabhängigen Motorunterstützung über 6 km/h bis max. 45 km/h
  • Quads und Trikes mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von maximal 45 Stundenkilometer und einem Hubraum von maximal 50 Kubikzentimetern.
  • E-Roller, die über eine Betriebserlaubnis verfügen und maximal 45 Stundenkilometer schnell sind
  • Motorisierte Krankenfahrstühle
  • Mofas und Mopeds aus DDR-Produktion mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 60 km/h, die bereits vor dem 1. März 1992 versichert waren

Diese Fahrzeuge brauchen die Versicherungs-Plakette mit den Maßen 6,7 mal 5,5 cm

  • E-Scooter oder Segways, für die eine Betriebserlaubnis entsprechend der am 15. Juni 2019 in Kraft getretenen Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung erteilt wurde

Der GDV zählte laut eigenen Angaben im Jahr 2022 knapp 2,7 Millionen Fahrzeuge mit Versicherungskennzeichen, fast 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit ihnen wurden rund 21 000 Haftpflichtschäden (+18%) verursacht, die Gesamtkosten in Höhe von rund 85 Millionen Euro (+24%) zur Folge hatten. Für einen Schaden hätten die Versicherer im Schnitt erstmals mehr als 4 000 Euro (+5%) gezahlt.

Gestohlen wurden 2022 knapp 6 900 kaskoversicherte Fahrzeuge mit Versicherungskennzeichen, der Großteil davon E-Scooter (4 100).

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