1. Saarland

Neues Gesicht auf der Chirurgie

Neues Gesicht auf der Chirurgie

St. Ingbert. Ob Tumor im Bauch oder simpler Leistenbruch - mit Dr. Matthias Schelden hat das St. Ingberter Kreiskrankenhaus einen neuen Experten im Team und zugleich eine neue Abteilung innerhalb der Chirurgie geschaffen. Der 55-Jährige ist nach 15 Jahren Chefarzt-Job in Dillingen ans St. Ingberter Kreiskrankenhaus gewechselt

St. Ingbert. Ob Tumor im Bauch oder simpler Leistenbruch - mit Dr. Matthias Schelden hat das St. Ingberter Kreiskrankenhaus einen neuen Experten im Team und zugleich eine neue Abteilung innerhalb der Chirurgie geschaffen. Der 55-Jährige ist nach 15 Jahren Chefarzt-Job in Dillingen ans St. Ingberter Kreiskrankenhaus gewechselt. Überzeugt habe ihn die positive Situation des Hauses, erläutert er. Denn neben den Kliniken auf dem Saarbrücker Rastpfuhl und St. Wendel sei das Kreiskrankenhaus einzige Einrichtung, die innerhalb des neuen Landes-Bettenplans leicht zulege. Mit Schelden legt auch die Chirurgie zu. Zur Unfallchirurgie und operativen Orthopädie unter Leitung von Dr. Josef Mischo kommt die Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie (Bauchchirurgie) mit dem neuen Chefarzt Schelden hinzu.Die "Ausweitung des Leistungsspektrums" freut Geschäftsführer Wolfgang Steil. Die St. Ingberter und das Umland profitierten davon. Auch für seinen Geschäftsführungs-Kollegen Frank Banowitz hält das Haus den richtigen Kurs mit "Schwerpunktbildungen und Kooperationen". Im Detail heißt das: Klares Profil der Kliniken und interdisziplinäres Arbeiten auf der einen Seite, Verzahnung innerhalb des Gesundheitsparks, Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten, Industrie- und Schulpartnerschaften andererseits.

Das Konzept scheint stimmig. In den OP-Sälen der St. Ingberter Chirurgie sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich mehr zu tun, erläutert Dr. Mischo. Die Spezialisierung nehme zu. War der Ärztliche Direktor bislang alleiniger Chef im Chirurgen-Ring, soll jetzt ein kollegiales System der Entwicklung gerecht werden. Mischo spart nicht mit Vorschusslorbeeren: "Wir haben einen denkbar kompetenten Bauchchirurgen an Land gezogen." Die freundlichen Worte gibt Schelden postwendend zurück: "Ich kann mich hier in einen vitalen Organismus einbringen."

Im Saarland lebt der Mediziner seit 27 Jahren. Die Liebe hat den gebürtigen Bamberger hergebracht. Nach dem Studium in Würzburg lief die Facharztausbildung an der Saar in Dillingen, Saarlouis und Völklingen. Schelden ist Vater zweier erwachsener Kinder und wohnt heute knapp hinter der Grenze nahe Bouzonville.

Als minimal-invasive Bauch-OP's (Operieren mit kleinsten Schnitten) Anfang der 90er Jahre im Saarland Einzug hielten, war er nach eigenem Bekunden mit dabei. Weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Adipositas-Chirurgie, die er an neuer Wirkungsstätte aufbauen will. Dabei handele es sich nicht um Schönheits-OP's. Schelden: "Wir reden über krankhafte Fettlebigkeit, die mit vorhandenen oder zu erwartenden Begleiterkrankungen einhergeht." Die lasse sich mit Magenverkleinerungen oder Dünndarm-Bypass behandeln. Auf der Agenda steht auch ein Darmzentrum - vernetzt mit den Ärzten der Stadt.

Hintergrund

Zum Kreiskrankenhaus St. Ingbert gehören ein Akutkrankenhaus mit den Fachabteilungen Medizinische Klinik, Chirurgie, Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, HNO, Belegabteilung Gynäkologie und die Geriatrische Rehaklinik mit Tagesklinik. Der Neubau eines Operationszentrums ist in Planung. Das Krankenhaus ist Motor des Gesundheitsparks. mbe