1. Saarland

Neuer Treff für Biene und Hummel

Neuer Treff für Biene und Hummel

Das „Netzwerk Blühende Landschaften“ ist ein Zusammenschluss von Imkern, Landwirten und Naturschützern. Mit Oberbürgermeister Roland Henz haben sie nun eine neue Blühwiese in Saarlouis eingeweiht.

Am Anton-Merziger-Ring, genauer gesagt am Saaraltarm in Höhe der Vauban-Stele in Saarlouis, haben jüngst Mitarbeiter des Neuen Betriebshofes Saarlouis eine Blühwiese eingesät. Die sieht nicht nur toll aus, sondern dient Insekten und Vögeln als wichtige Nahrungsquelle.

Oberbürgermeister Roland Henz und Gäste - unter ihnen die Kreisbeigeordnete und engagierte Bienenschützerin Esther Woll - weihten die Fläche nun offiziell ein, weitere Anlagen in den Stadtteilen folgen. Optisches Erkennungssignal der Aktion sind hölzerne Bienenskulpturen von Gärtnermeister Dietmar Esser, Leiter der Grünflächenabteilung.

Esser erläuterte, wie die Maßnahme in Kooperation mit dem "Netzwerk Blühende Landschaft" läuft. Das Netzwerk ist ein Bündnis von Imkern, Landwirten und Naturschützern. "Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten sind für ein intaktes Öko-System unverzichtbar", sagte Esser. "Durch das Bestäuben der Blüten sorgen sie für die große Vielfalt von Pflanzen und Tieren." Heutzutage seien die Möglichkeiten hierfür leider aber eingeschränkt, denn in Innenstädten, Feldern und Privatgärten blüht es deutlich weniger als früher. Dem wird nun mit den insgesamt 3500 Quadratmeter großen Blühwiesen in Saarlouis entgegengewirkt.

Die verwendeten ein- und mehrjährigen Blumensaaten sind aus bis zu 27 unterschiedlichen Blühpflanzen zusammengesetzt, deren Mischverhältnisse von Spezialfirmen über längere Zeiträume getestet wurden. Hierbei kommt es auf ein optimales Zusammenspiel der Pflanzen an, denn sie müssen von Standortansprüchen und Wuchseigenschaften miteinander harmonieren. In Saarlouis wurden nach Vorbehandlung der Fläche mit einer Umkehrfräse unter anderem Wiesenmargerite, Ringelblume, Schafgarbe, Bechermalve, Lupine, Mohn, roter Lein, Sonnenhut, Nachtkerze und Natternkopf verwendet.

Nach der Saat ist die Arbeit allerdings noch nicht vorbei. Um ein optimales Keimen des Saatgutes zu ermöglichen, muss die Saat in der Keimphase ständig feucht gehalten werden und eventuell aufkeimende Unkräuter müssen entfernt werden. Nach der Blüte müssen die Flächen gemäht werden. Das Mähgut wird dann noch einige Tage liegen gelassen, um ein Ausfallen der ausgereiften Samen zu gewährleisten. Erst dann wird es entfernt, um eine Nährstoffanreicherung des Bodens zu verhindern.

Neben dem Anton-Merziger-Ring wurden und werden noch ausgesät: Metzer Straße, Baumstreifen entlang der Busspur, Saint-Nazairer-Allee Ecke Friedensweg, Sportplatzstraße/Ecke Felsberger Straße, Husarenweg/Altarm, Altarm Bereich Seniorentrimmplatz, Friedhof Roden und Friedhof Kreuzberg.