1. Saarland

Neue Räume für Groß und Klein"Wir schließen eine Lücke"

Neue Räume für Groß und Klein"Wir schließen eine Lücke"

Homburg. Das Pfarrheim von St. Fronleichnam war zu groß und im Unterhalt zu teuer geworden, so dass sich die Verantwortlichen aus Pfarrgemeinde und Diözese schon vor Jahren entschlossen hatten, das Pfarrheim ans Universitätsklinikum zu verkaufen. Die Pfarrgemeinde entschied, dass ein einfacher Pfarrsaal für die Gemeindemitglieder durchaus reichen würde

Homburg. Das Pfarrheim von St. Fronleichnam war zu groß und im Unterhalt zu teuer geworden, so dass sich die Verantwortlichen aus Pfarrgemeinde und Diözese schon vor Jahren entschlossen hatten, das Pfarrheim ans Universitätsklinikum zu verkaufen. Die Pfarrgemeinde entschied, dass ein einfacher Pfarrsaal für die Gemeindemitglieder durchaus reichen würde. Im ehemaligen Pfarrheim errichtete das Klinikum vor zwei Jahren ein Onkologiezentrum, in dem Krebspatienten ambulant behandelt werden. Mit den Arbeiten für den künftigen Pfarrsaal wird heute ebenso begonnen wie mit den Bauarbeiten für einen neuen Kindergarten. Der Pfarrsaal wird wegen des geringeren baulichen Aufwandes eher fertig sein als der Kindergarten, erklärt Pfarrer Mathias Leineweber. So ist für den Saal die feierliche Einweihung bereits für den 1. Advent im Beisein von Bischof Karl-Heinz Wiesemann geplant. Der Kindergarten wird hingegen mehr Zeit in Anspruch nehmen, "mindestens ein Jahr", so Leineweber. Er freut sich auf die beiden neuen Bauprojekte, "denn die sind schon seit acht Jahren in der Planung. Das war ein Bohren dicker Bretter." Der künftige Kindergarten wird nach den neuesten Anforderungen ausgerichtet, Tagesrandbetreuung anbieten und zehn Krippenplätze vorhalten. 1,4 Millionen Euro sollen beide Baumaßnahmen kosten. "Das Interesse der Eltern ist groß. Vor allem bei denen, die auf dem Weg zur Arbeit vorbeikommen", sagt Leineweber.Wie ist der neue Kindergarten geplant? SZ-Redakteurin Christine Maack befragte dazu Pfarrer Mathias Leineweber (Foto: Markus Heitz) von der Fronleichnams-Kirche.Was wird der neue Kindergarten alles anbieten?Leineweber: Wir haben die neuesten Richtlinien befolgt, wir bieten künftig zehn Krippenplätze an. Das hätten wir in der alten Einrichtung gar nicht gekonnt. Außerdem gehören wir zum Projekt Uni-Med-Kids, das heißt, wir betreuen auch zu Randzeiten. Stocken Sie auch Personal auf?Leineweber: Das müssen wir. Bisher haben wir sechs Ganztags- und eine Halbtagskraft. Damit werden wir nicht auskommen. Es wird neben den neuen Krippenplätzen auch noch eine vierte Gruppe geben. Wie viel Personal wir dann brauchen, kann ich jetzt aber noch nicht sagen, das zeigt sich, wenn wir die Planung auch mit den Eltern, die ihre Kinder anmelden, konkret angehen.Warten die Eltern schon auf den neuen Kindergarten?Leineweber: Sicher! Wir füllen eine Lücke, die bisher in der Kinderbetreuung geklafft hat. Vor allem Eltern, die im Klinikum arbeiten, warten dringend auf diesen Kindergarten. Bisher gibt es ja nur den Awo-Kindergarten, der Randzeiten- und Krippenbetreuung für die Klinikums-Angestellten anbietet. Meinung

Ein Ja zu neuen Betreuungszeiten

Von SZ-RedakteurinChristine Maack Auch bei den katholischen Kindergärten hat längst der Wandel zu einer modernen Gesellschaft begonnen. Während das Für und Wider der Kleinkinder-Betreuung nach wie vor bundespolitisch und populistisch breitgetreten wird, kommt der Umbau der Kinderbetreuung im Lande völlig ideologiefrei voran. Keine Frage, dass in St. Fronleichnam jetzt auch Krippenplätze zur Verfügung stehen. Oder dass Eltern geholfen wird, die früh oder spät arbeiten müssen. In der Saarpfalz läuft diese Veränderung ganz unaufgeregt ab. Und alle sind zufrieden: Pfarrer, Eltern und die Stadtverwaltung.