Neue Häuser für Löwen und Bären

Neue Häuser für Löwen und Bären

Neunkirchen. Die Kräne, Bagger, Baugruben und Absperrgitter deuten schon seit einiger Zeit darauf hin, dass sich im Neunkircher Zoo etwas bewegt. Unschöne Bausünden vergangener Tage wurden und werden entfernt, neue, moderne Anlagen und Einrichtungen entstehen, die den Zoobesuch künftig noch attraktiver machen

Neunkirchen. Die Kräne, Bagger, Baugruben und Absperrgitter deuten schon seit einiger Zeit darauf hin, dass sich im Neunkircher Zoo etwas bewegt. Unschöne Bausünden vergangener Tage wurden und werden entfernt, neue, moderne Anlagen und Einrichtungen entstehen, die den Zoobesuch künftig noch attraktiver machen.Wie weit die Arbeiten bereits vorangeschritten sind und welche Baupläne noch in den Schubladen der Zooverwaltung schlummern, konnten die Besucher des Baustellenrundgangs am Samstagnachmittag erfahren. Zoopädagoge Christian Andres informierte ausführlich über den Bauprozess, beantwortete Fragen rund um den Zoo und führte die insgesamt 13 Teilnehmer in Bereiche, die den Besuchern künftig verschlossen bleiben.

So zum Beispiel ins Bärenhaus, dem Zentrum der momentan größten Baustelle, wo die Arbeiten nach optimistischer Schätzung bis zum Frühsommer abgeschlossen sein werden. Hier entsteht ein Bärenpark, der zehnmal so groß ist wie das bisherige Gehege. Erlebniswege um die Anlage sowie zwei Besucherplattformen, die eine gute Sicht auf den Bärenpark samt der großen Wasserbecken garantieren, werden den Zoo um eine Attraktion bereichern.

Möglichst stressfrei soll in den ersten Sommermonaten der Umzug der Braunbären Sofie (32) und Lars (21) erfolgen, in deren alter Behausung dann asiatische Rothunde angesiedelt werden. Statt Braunbären will man in Neunkirchen später asiatische Kragenbären halten, für die im Bärenhaus sogar die Möglichkeit einer Zucht geschaffen wurde. Ist dieser erste Bauabschnitt beendet, beginnt in direkter Nachbarschaft der Neubau eines Tiger- und Schneeleopardenhauses, später noch der des Löwenhauses mit den Außenanlagen.

Eine weitere Baustelle befindet sich gleich im Eingangsbereich, wo früher Flamingos die Besucher begrüßten. Hier entsteht eine Robbenbucht samt Küste. Netze und Taue statt der bisherigen Gitter, eine für die Nordseeküste typische Vegetation mit Dünenhafer und Sanddorn, Wasserläufe und eine Felstribüne mit freiem Blick auf das Robbenbecken, sorgen künftig für nordisches Flair im Neunkircher Zoo. Zu einem späteren Zeitpunkt soll zudem der Ententeich in das Küstenkonzept integriert werden.

Auch das 1971 errichtete Giraffenhaus soll erneuert werden.

Auch der Bau einer Afrika-Savanne - anstelle des etwas veralteten Giraffenhauses - sowie einer Australienanlage ist bereits angedacht, wird aber wohl erst in ein paar Jahren erfolgen. Fast fertiggestellt ist hingegen der Ausgangsbereich, in dem das relativ monströse Drehtor durch ein barrierefreies Tor ersetzt wird. Die Freunde des Neunkircher Zoos dürfen sich also mit Spannung auf die kommenden Monate freuen.