1. Saarland

Neue Brücke soll im November fertig sein

Neue Brücke soll im November fertig sein

Neunkirchen-Sinnerthal. Die Bürger des Neunkircher Stadtteils Sinnerthal haben Monate lang für den Erhalt einer Fußgängerbrücke oder, wenn deren Abriss nicht zu verhindern ist, für den zeitnahen Aufbau einer neuen Brücke gekämpft (wir berichteten)

Neunkirchen-Sinnerthal. Die Bürger des Neunkircher Stadtteils Sinnerthal haben Monate lang für den Erhalt einer Fußgängerbrücke oder, wenn deren Abriss nicht zu verhindern ist, für den zeitnahen Aufbau einer neuen Brücke gekämpft (wir berichteten). Eine Bürgerinitiative mit Werner Morsch und Gerhard Schappe an der Spitze hatte sich mit breiter Unterstützung der Sinnerthaler gegenüber Verwaltung und Stadtrat dafür eingesetzt. Mit Erfolg, denn der Stadtrat entschied bereits vor Wochen, dass noch in diesem Sommer mit den Arbeiten begonnen werden soll.Am Dienstag hatte man nun zu einer Informationsveranstaltung ins Vereinsheim der Sinnerthaler Obst- und Gartenbauer eingeladen. Dabei wollte man aus erster Hand erfahren, wann mit den Arbeiten begonnen werde. Was dann von Bürgermeister Jörg Aumann, von Bauamtsleiter Jürgen Detemple und Bauleiter Christoph Schwindling mitgeteilt wurde, fand große Zustimmung. Auch wenn der ursprünglich vorgesehene Zeitplan wegen der Vorgaben der Deutschen Bahn nicht eingehalten werden kann.

Jörg Aumann: "Wir sind froh, dass so viele Interessierte gekommen sind. Die Fußgängerbrücke Sinnerthal hat auch zu Diskussionen in der Stadtpolitik geführt. Doch klar war, dass die alte Brücke auch aus Haftungsgründen nicht zu halten ist." Der Bürgermeister erklärte, warum nun die Sinnerthaler länger als vier Wochen ohne eine Brücke auskommen müssen. "Wir müssen wegen des Untergrundes die neue Brücke auf den Fundamenten der alten Brücke aufbauen. Durch die notwendige Sanierung der Fundamente verlängert sich die brückenlose Zeit auf acht Wochen. Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, dürften die Arbeiten Ende November abgeschlossen sein, bei optimalem Verlauf sogar schon am Volkstrauertag Mitte des Monats." Man dürfe das neue Bauwerk als einen optischen Gewinn für Sinnerthal werten. Aumann: "Die schlanke Holzkonstruktion mit Geländer ist viel schöner als die alte Brücke." Bauamtsleiter Jürgen Detemple benannte die Kosten: 140 000 Euro für den Abriss, geschätzte 350 000 Euro für die neue Brücke. Das Bauwerk soll nach Aussage von Bauleiter Christoph Schwindling mindestens 60 Jahre halten. Ende September, Anfang Oktober wird mit den Arbeiten begonnen. "Wegen des Bahnverkehrs wird hauptsächlich nachts von 0.05 bis 4.20 Uhr gearbeitet. Dann wird es auch recht laut." Auch Sicherheitsfragen in Sachen Brandschutz, Geländerhöhe, Winterdienst und Befahrbarkeit mit Rollstuhl und Fahrrad wurden erschöpfend beantwortet. Künftig will die Stadt Neunkirchen verstärkt auf die Wartung der Brücken achten. Angesprochen wurde auch ein Brückenfest nach Ende der Arbeiten. Der Bürgermeister begrüßte dieses Ansinnen. Noch nicht endgültig geklärt ist allerdings, wer die Kosten dafür trägt. Jörg Aumann: "Aber auch dafür werden wir eine einvernehmliche Lösung finden."