1. Saarland

Nebelmaschine läuft für Diebestour

Nebelmaschine läuft für Diebestour

Geislautern. Maskentheater mit der Malschule Kassiopeia in Geislautern. In der Schlossparkschule sieht es aus wie in einem orientalischen Märchenbuch: Zinnenturm, gepflasterter Innenhof, kleine Balkongeländer, Torbögen, glitzernde Mosaiksäulen. In solch schöner Umgebung lässt sich gut kreativ sein. Im Musiksaal wird Maskenspiel geprobt

Geislautern. Maskentheater mit der Malschule Kassiopeia in Geislautern. In der Schlossparkschule sieht es aus wie in einem orientalischen Märchenbuch: Zinnenturm, gepflasterter Innenhof, kleine Balkongeländer, Torbögen, glitzernde Mosaiksäulen. In solch schöner Umgebung lässt sich gut kreativ sein.Im Musiksaal wird Maskenspiel geprobt. Mit der Künstlerin Anke Bier haben die Kinder zuvor an zwei Nachmittagen Stabmasken gebaut. Anastasia, acht, und Diana, neun, erzählen, wie aus Pappkartons mit Zeitungspapier, Kleister und Farbe fantastische Gesichter mit Hörnern und spitzen Nasen wurden. Stofffetzen, knisterndes Silberpapier, bunte Strohhalme und dergleichen mehr machten daraus Wächterfiguren, schöner als im alten Ägypten. "Mich", "meine Träume", "meine Sparkasse", "meine kleine Schwester" könnten sie bewachen, überlegten die Kinder. Jedenfalls einen Schatz. In der Kassiopeia-Bühnen-Film-Fassung bewachen die Maskenträger einen güldenen Pokal mit Bonbons. In Szene zwei tauchen Diebe auf. Jedes Kind tritt in einer Doppelrolle auf. Für die Diebestour stehen Tüten voller Hüte, Umhänge, Taschenlampen bereit. Den schauspielerischen Part übernimmt Heike Laub, die im wahren Leben als Krankenhaus-Clown in der Saarbrücker Winterbergklinik für Aufheiterung sorgt.

Nacheinander präsentieren sich alle mit Maske. Die anderen überlegen, was die Masken darstellen. "Alien, Lady Moster, Käpt'n Fisch", rufen sie. Oder "Hahn, Indianer, König" und "Roboter mit ohne Arm, Junge nach Farbschlacht, Lach-dich-weg-Monster". Der Maskenträger sucht sich eine Rolle und erfüllt sie mit Leben - ob Gespenst, Tier, Prinzessin. Auf die Probe folgt die Verfilmung. Anke Bier lässt für die Diebestour die Nebelmaschine warm laufen. Medienfrau Stefanie Balzert wirft die Kamera an, und Schauspielerin Heike Laub geht mit den Kindern noch mal die Szenen durch. Drei, maximal vier Minuten lang soll der Maskentheater-Film werden. Jedes Kind bekommt später eine CD. Der dreiteilige Workshop lief im Rahmen der Wochen der Fantastischen Begegnungen.

Bei genügend Anmeldungen folgt nach den Herbstferien eine Fortsetzung bei Kassiopeia, Schule der Phantasie, in Wehrden. Telefon (0 68 98) 2 62 06.

Hintergrund

Schauspielerin Heike Laub vermittelt den Kindern die Grundlagen des Spiels mit der Maske, so muss die Nase immer zum Publikum zeigen. Heike Laub kommt von der Comedia dell' Arte. Bevor sie nach Saarbrücken wechselte, gab sie am "Teatro Scarello" in Mainz den Harlekin. hof