1. Saarland

Naturschützer kümmern sich um Amphibien und Fledermäuse

Naturschützer kümmern sich um Amphibien und Fledermäuse

Honzrath. Im vergangenen Jahr war der Naturschutzverein Honzrath wieder sehr rührig. Dies spiegelte sich in den bei der Mitgliederversammlung vorgetragenen Berichten wider. Vorsitzender Stefan Gratz hielt Rückschau. Zu Beginn des Jahres fand eine Begehung am Wingertsberg statt, wo über Pflegemaßnahmen gesprochen wurde

Honzrath. Im vergangenen Jahr war der Naturschutzverein Honzrath wieder sehr rührig. Dies spiegelte sich in den bei der Mitgliederversammlung vorgetragenen Berichten wider. Vorsitzender Stefan Gratz hielt Rückschau. Zu Beginn des Jahres fand eine Begehung am Wingertsberg statt, wo über Pflegemaßnahmen gesprochen wurde. Im Februar befasste man sich mit den Streuobstwiesen in Flur 9 - in ihrem Zustand ein hervorragendes Biotop. Kurz danach setzte eine extreme Kältewelle ein und die Wildvögel mussten reichlich mit Futter versorgt werden. Anfang März erst konnten Amphibienschutzzäune gesetzt und Helfer zur Kontrolle eingeteilt werden. Im Bereich Kollesborn gab es ein mageres Ergebnis, aber beim Wilscheiderhof und besonders am Friedhof konnten insgesamt 330 Amphibien gerettet werden. Gemeinsam mit dem Heimatverein wurde die Erhaltung des Trockenbiotops im früheren Kalksteinbruch am Merchinger Berg erörtert.Im Juli erfolgten nach der Orchideenblüte die jährlichen Pflegemaßnahmen in der vereinseigenen Streuobstwiese, deren Baumschnitt Georg Altmeier besorgte. "Leider fiel die Obsternte in diesem Jahr sehr spärlich aus", bedauerte Gratz.

Im August zeigten sich Kanadagänse kurz als seltene Gäste an den Honzrather Weihern. Das langjährige Vorstandsmitglied Hilde Lambert erhielt von der Landrätin für ihren ehrenamtlichen Einsatz eine Auszeichnung. Bei den Felskellern wurde eine Fledermaus-Infotafel aufgestellt und zu Organisationen Kontakt aufgenommen, die kranke Igel, hilflose Kleinvögel oder kranke Greife aufnehmen können.

Für 2013 sind unter anderem eine vogelkundliche Wanderung am Dillinger Öko-See und ein Wochenende im Trauntal geplant. Josef Schmitt wird sich um die Eulenkästen in den Kirchtürmen kümmern. Über die Arbeit der Jugendgruppe berichtete Traude Lenhof. Mit neun Jugendlichen, vier Erwachsenen und einem Fledermausdetektor war man bei Bernd Müller, der unter dem Dach eine Fledermauskolonie beherbergt, zu Gast, wo die Tiere zu sehen und dank moderner Technik auch zu hören waren. Anklang fanden wieder die Waldtage mit viel Programm.