1. Saarland

Nationalpark als Motor für den Tourismus

Nationalpark als Motor für den Tourismus

St. Wendel. Viele waren es nicht - aber die Besucher, die am Dienstagabend ins Hotel Angels Am Fruchtmarkt gekommen waren, waren von der Idee, grenzüberschreitender Nationalpark, umso überzeugter. Ulrike Höfken (Grüne), Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten in Rheinland-Pfalz, war auf Einladung der Grünen Saar nach St. Wendel gekommen

St. Wendel. Viele waren es nicht - aber die Besucher, die am Dienstagabend ins Hotel Angels Am Fruchtmarkt gekommen waren, waren von der Idee, grenzüberschreitender Nationalpark, umso überzeugter. Ulrike Höfken (Grüne), Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten in Rheinland-Pfalz, war auf Einladung der Grünen Saar nach St. Wendel gekommen.Gemeinsam mit Simone Peter, ehemalige Umweltministerin des Saarlandes und Spitzenkandidatin der Grünen für den saarländischen Landtag, und Klaus Borger, ehemaliger Umweltstaatssekretär, hob Höfken die Vorteile eines Nationalparkes für die Region hervor, zeigte Verständnis für die Bedenken der Holzindustrie gegen das Projekt. Bedenken, die aus ihrer Sicht, ebenso wie die aller anderen Waldnutzer, unbegründet seien. Schutz und Nutzen zu verbinden, nannte die Ministerin als Ziel der Parkplanungen. Anders als die Holzindustrie sieht Höfken Schutzräume nicht als Luxus. Gerade in solchen Gebieten mit großer genetischer Vielfalt könnten sich Tiere und Pflanzen besser auf die Klimaveränderungen reagieren, sich besser anpassen. Ein Nationalpark, das habe sich bei allen bereits bestehenden gezeigt, sei ein Motor für den Tourismus. Zehn Millionen Besucher in den Nationalparks Deutschland belegten das Interesse an Naturerlebnis-Tourismus, das nach Aussagen der Experten weiter steige.

In einer Kooperation mit dem Saarland sieht die Mainzer Ministerin nur Vorteile. Gerade die saarländischen Bereiche eine Nationalparks "Erbeskopf-Dollberg" wie etwa der keltische Ringwall könnten dem Park ein Alleinstellungsmarkmal bieten, ihn aus allen anderen der Republik hervorheben. Aufgabe der nächsten Monate sei es, die Menschen der Region von der Idee zu überzeugen, die bereits vorhandenen Angebote zu bündeln und aufzuarbeiten.

Sehr großes Interesse an dem Nationalpark zeigte der Birkenfelder Verbandsbürgermeister Dr. Bernhard Alscher, der die Ministerin aufforderte, alles daranzusetzen, das Projekt voranzutreiben. Alscher konnte auch das rege Interesse der Bürgermeister Franz Josef Barth, Nonnweiler, und Andreas Veit, Nohfelden, signalisieren. Ein weiteres Gespräch in Sachen Nationalpark sei bereits vereinbart.