Närrische Sause in Kaltnaggisch

Närrische Sause in Kaltnaggisch

Herrensohr. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Geschenkgutscheine, Bonbons in Herzform, Schlüsselanhänger und kleine Campinglampen verteilte das Kaltnaggischer Gardisten-Corps (KGC) am Samstag bei seiner Kostümsitzung in der Halle des TuS Herrensohr. Der sechste und jüngste Karnevalsverein im Stadtbezirk feiert in dieser Session närrisches Jubiläum. Das KGC wird 1 x 11 Jahre alt

Herrensohr. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Geschenkgutscheine, Bonbons in Herzform, Schlüsselanhänger und kleine Campinglampen verteilte das Kaltnaggischer Gardisten-Corps (KGC) am Samstag bei seiner Kostümsitzung in der Halle des TuS Herrensohr. Der sechste und jüngste Karnevalsverein im Stadtbezirk feiert in dieser Session närrisches Jubiläum. Das KGC wird 1 x 11 Jahre alt. Von Anfang an hat Werner Jungfleisch als Major de Plaisir das närrische Zepter in der Hand. Also hat auch er sein persönliches Jubiläum. Bei den Faasebooze im Land ist Jungfleisch als singender Sitzungsleiter bekannt. Auch am Samstag machte er seinem Ruf wieder alle Ehre.Nachdem der KGC-Präsident alle Gäste begrüßt hatte, legte Jungfleisch auch gleich los. Er stimmte bekannte Lieder an. Da machte das Publikum gerne mit. Das war der Anfang einer ausgelassenen närrischen Sause, die bis weit nach Mitternacht dauerte. So kennt man das von den Kaltnaggischer Narren. Nach dem fulminanten Solo vom Jugendmariechen Lucie Thesen wurden die ersten Raketen gezündet, und der Spruch "Kaltnaggisch gudd druff" erschütterte immer wieder das ehrwürdige Gemäuer.

In der Bütt sorgen Irmgard und Markus Heckmann als Bauer und Dame für die ersten Lacher. Urkomisch war mal wieder der Auftritt des Kaltnaggischer Urgesteins Willi Thielen, der auf der Bühne ein Schränkchen eines bekannten schwedische Möbelhauses zusammen zimmerte. Als Fußballtrainerin Erna war Narrenschildträgerin Antoinette Lillig ein Kracher. Die Mädels der Jugend- und der Juniorengarde verzückten mit ihren Tänzen das Publikum.

Eindrucksvoll war auch der Säbeltanz der Gardisten. Viel Applaus heimste Mariechen Carina Lauterbach ein. Zauberhaft war der anspruchsvolle Stabtanz der Majorettes, glänzend später ihr Lichtertanz. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es Schlag auf Schlag weiter. Tanzmariechen Natalie Gräber zeigte deutlich, wieso sie Vize-Saarlandmeisterin ist. Tosender Applaus und Zugabe-Rufe hallten durch die Halle. Tobias Schneider berichtete vom Urlaub mit seinem Schatz - das war spitze. Danach setzte das "Männerbüfett" der Bübinger Holzäppel mit seinem Piratentanz zum Entern des Narrenschiffes an. Mittendrin im Getümmel: Werner Jungfleisch. Er tanzt bei dem Männerballett aus Bübingen mit. Das Publikum war vor allem von den akrobatischen Hebefiguren begeistert. Das "i"-Tüpfelchen auf den Auftritt setzte Jungfleisch mit dem Piratensong. Zackig wirbelte danach die Große Garde über die Bühne. Schulmädchenhaft kamen die Mädels der Showgruppe daher. Als närrische Putzkolonne präsentierte sich die Frauengruppe"Dreamgirls". Und bei den Stimmungshits der Gruppe "Evergreens" hielt es das Publikum nicht mehr auf den Stühlen. Alle Gäste tanzten und sangen mit. Zum guten Schluss wurde es richtig laut in der Halle: Die Guggenmusiker Gugge mol aus Völklingen hatten ihren Auftritt. Wie immer beim KGC wurde das schönste Kostüm - diesmal eine junge Dame als Marge Simpson - mit einem Pokal und einer Flasche Crémant prämiert. Nach der Sitzung stieg dann in den Bars der Halle die große Geburtstagsparty. Musik machte die Band Tequilla Sunrise.

Auf einen Blick

Alle Akteure der Kostümsitzung des KGC:

Major de Plaisir: Werner Jungfleisch. Tänze: Tanzmariechen Lucie Thesen, Natalie Gräber und Carina Lauterbach, Jugend-, Junioren- und Aktivengarde, Showgruppe, Majorettes, Gardisten und Männerbüfett aus Bübingen. Büttenredner: Irmgard und Markus Heckmann, Willi Thielen, Antoinette Lillig und Tobias Schneider. Gesang: die Evergreens und Werner Jungfleisch. Musik: Band Tequila Sunrise und die Völklinger Guggenmusik Gugge mol. Ton und Technik: Dieter Gräber. Regie: Reiner Wunn. ll