1. Saarland

Nachwuchs für Naturdenkmal "Sieben Buchen"

Nachwuchs für Naturdenkmal "Sieben Buchen"

Brotdorf. Noch viele ältere Brotdorfer erinnern sich an das frühere Naturdenkmal "Sieben Buchen"

Brotdorf. Noch viele ältere Brotdorfer erinnern sich an das frühere Naturdenkmal "Sieben Buchen". Aus Stocknachwuchs entstanden damals vor über 120 Jahren unterhalb der heutigen Bienenbelegstelle im Wald zwischen Mettlach und Brotdorf aus einem Stamm sieben starke Buchenstämme, die sich flächen- und fächerartig mit ihren mächtigen Kronen ausbreiteten. Das Naturdenkmal diente lange auch als natürliche Landmarke in einem 11, 7 Hektar großen Walddistrikt gleichen Namens. Baumscheibe als ErinnerungDoch bereits 1966 brachen drei Stämme des mächtigen Baumes bei einem stürmigen Unwetter ab. Nachdem 2003 ein weiterer Stamm abgebrochen war, mussten die letzten beschädigten Teile der Buche gefällt werden. Jetzt gibt's jungen Ersatz: Rund um den ehemaligen Buchenstumpf stehen seit kurzem sieben dreijährige Buchen zusammen mit einer Holzsitzgruppe für Wanderer und Spaziergänger. Die neuen Buchen wurden U-förmig um die ehemalige Baumgruppe gepflanzt: Mit Unterstützung von Revierförster Jörg Conrath wurden die Arbeiten erfolgreich abgeschlossen. Eine Baumscheibe soll zudem als Erinnerung an diesen besonderen ehemaligen Baum neu erstellt werden, neben einer Informationstafel über die Geschichte dieser Zeit. Ilse Schuster vom Bienenzuchtverein hatte die Wiederherstellung des Ortes angeregt und fand für ihre Idee gleich auch Unterstützer: sieben Baumpaten und Sponsoren sicherten die Finanzierung. Auf offene Ohren stieß Ilse Schuster auch bei Ortsvorsteher Ernst Schrader. "Ich bin überrascht, dass sich so viele Vereine und Geschäftsleute bereit erklärt haben, das Projekt zu unterstützen", dankte Schrader am Samstag allen bei der offiziellen Einweihung des neuen besonderen Platzes. Dort erinnerten auch Wolfgang Becker und Heinz Lauer an alte Zeiten. In historischen Kostümen verkörperten sie den Wald- und Feldhüter Adams Flormichel und den preußischen Forstaufseher Josef Steinborn. Josef Steinborn war von 1900 bis 1912 im Forstdienst beschäftigt, der Wald- und Feldhüter Flormichel in den 50er Jahren im Brotdorfer Wald anzutreffen. Die neuen Buchen dürften keine Probleme haben Wurzeln zu schlagen. Denn am Samstag goss es in Strömen, als die neue Baumgruppe vorgestellt wurde. Dennoch hatte eine größere Gruppe Interessierter den Weg in den Wald gefunden. Zum Glück hatten der Bienenverein und die Landfrauen vorgesorgt, die Gäste konnten in einem Zelt Kaffee und Kuchen genießen und von dort den Klängen des MGV lauschen.