Nachtflugverbot kann in Mainz zu Koalitions-Zoff führen

Nachtflugverbot kann in Mainz zu Koalitions-Zoff führen

Mainz. Die rheinland-pfälzische CDU-Landeschefin Julia Klöckner rügt den Umgang der Grünen mit dem Hunsrück-Airport Hahn. Das bereite ihr "Bauchschmerzen", sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. "Bei ihrem Bundesparteitag haben sie sich für ein deutschlandweites Nachtflugverbot ausgesprochen, also auch am Hahn. Hier gilt aber die 24-Stunden-Genehmigung

Mainz. Die rheinland-pfälzische CDU-Landeschefin Julia Klöckner rügt den Umgang der Grünen mit dem Hunsrück-Airport Hahn. Das bereite ihr "Bauchschmerzen", sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. "Bei ihrem Bundesparteitag haben sie sich für ein deutschlandweites Nachtflugverbot ausgesprochen, also auch am Hahn. Hier gilt aber die 24-Stunden-Genehmigung. An der will ich nicht rütteln, da sie eine große Chance für den Hunsrück-Flughafen ist, um mehr Fluggeschäft zu bekommen."Auch die Grünen in Rheinland-Pfalz pochen auf die Nachtruhe der Hahn-Anwohner. Hier zeichnen sich Konfliktlinien im rot-grünen Regierungsbündnis ab. Während die SPD einem Ausbau des defizitären Flughafens für mehr Frachtflüge aufgeschlossen gegenübersteht, wollen die Grünen erst die Konzepte eines künftigen Investors sehen.

Klöckner, die auch CDU-Fraktionschefin ist, betonte: "Es müssen unbedingt seriöse Investoren gefunden werden. Wir brauchen kein zweites Mal Fallen und Versprechungen à la Nürburgring." Damit bezog sie sich auf die gescheiterte Privatfinanzierung des Freizeitparks an der Eifel-Rennstrecke. "Klar ist, dass ein Investor nur dann (beim Flughafen Hahn) anbeißt, wenn er mehr als 51 Prozent der Anteile halten kann", sagte Klöckner. Sie forderte die Regierung auf, sich um andere große Passagierfluggesellschaften für den Hunsrück zu bemühen, um die Abhängigkeit von Ryanair zu verringern. dpa

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