1. Saarland

Nachspielen ist nicht völlig harmlos

Nachspielen ist nicht völlig harmlos

PIRATEN Das Anliegen ist noch nicht erfüllt Zum Artikel: „Piraten: Protokolle sollen ins Internet“ (16. April) und zum Leserbrief von Helmut Bauer (22.

April)

Leider hat der gute Herr Bauer in klassischer Weise das Thema verfehlt. Den Piraten ist es keineswegs entgangen, dass die Beschlüsse bereits auf der Homepage stehen. Sie fordern ausdrücklich die Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle. Den Unterschied sollte Herr Bauer vielleicht einmal nachschlagen.

Das Anliegen der Piraten ist von daher weder erfüllt, noch handelt es sich dabei um "Effekthascherei". Ebenso desinformiert zeigt sich Herr Bauer, was das Programm der Piraten angeht. Er sollte sich vielleicht doch einmal das 70-seitige Bundesprogramm und das mehr als 100 Punkte umfassende Landesprogramm der Saar-Piraten anschauen. Wer sich vorher informiert, ist klar im Vorteil!

Marc Rütters, Saarlouis

HExenprozess

Nachspielen ist nicht völlig harmlos

Zum Artikel "Hexenprozess auf dem Hubertusplatz" (27. April)

Völlig harmlos ist das Nachspielen eines Hexenprozesses, der auf wahren Begebenheiten beruht, auch wieder nicht. Wurden Menschen als Hexen denunziert, bedeutete dies Folter und Tod. Heutzutage würde man von Verbrechen gegen die Menschlichkeit sprechen. Finden solche Ereignisse in Wirklichkeit statt, sind wir entsetzt. Finden sie in der Fiktion, also in Film, Fernsehen oder eben auch in Inszenierungen statt, ergötzen wir uns daran. Heutzutage finden in der Realität zwar keine Hexenprozesse mehr statt, aber Amoklauf und Bombenattentate finden allabendlich ihr Publikum. Das ist seltsam, denn erzeugen solche Ereignisse in der Wirklichkeit unangenehme Gefühle, sollte dies in der Fiktion eigentlich genauso sein. Wäre das so, dann würde an solchen Inszenierungen niemand Interesse haben.

Jürgen Engel, Nalbach