Nachhaltigkeitskonferenz in Saarbrücken Warum Klima und Sport ein gutes Team sind

Meinung | Saarbrücken · Die saarländische Nachhaltigkeitskonferenz stand dieses Jahr ganz im Zeichen des Sports. Was komisch klingt, passt hervorragend zusammen.

Nachhaltigkeitskonferenz Saarbrücken: Warum Klima und Sport ein gutes Team sind​
Foto: dpa/Heikki Saukkomaa

Als „Spiegelbild von Zeit und gesellschaftlichen Entwicklungen“ bezeichnete Umweltministerin Petra Berg (SPD) den organisierten Sport am Dienstag in der Hemann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken. Dennoch dürfte das Thema der diesjährigen saarländischen Nachhaltigkeitskonferenz manche verwundert haben. Was haben Fußball, Tennis oder Leichtathletik mit „Nachhaltigkeit“ zu tun? Die ehemalige Weltklasse-Schwimmerin Britta Steffen gab dazu einen persönlichen, selbstkritischen Einblick: Zu Wettkämpfen flog sie mehrfach um die halbe Welt, heute könne sie das nicht mehr mit ihrem Gewissen vereinbaren.

Bei sportlichen Großveranstaltungen wird ganz genau auf CO2-Bilanz geschaut

Damit steht sie nicht alleine. Inzwischen wird bei sportlichen Großveranstaltungen ganz genau auf die CO2-Bilanz geschaut: Über die Entscheidung, die Fußball-Europameisterschaft der Männer 2021 in elf Ländern auszutragen, regten sich längst nicht nur Klima-Aktivisten auf. Und dann zwingt der Klimawandel selbst ja auch zum Umdenken – etwa, wenn die Sommerhitze den neuen Belag einer Sportanlage zum Schmelzen bringt oder Leichtathleten an den Rand des Kollaps führt.

Gesundheit, Gleichberechtigung und Inklusion passen hervorragend zum Sport

Klimaschutz ist aber nur eines der 17 „Ziele für nachhaltige Entwicklung“, welche sich die Vereinten Nationen selbst auferlegt haben. Dazu gehören unter anderem auch Gesundheit, Gleichberechtigung und Inklusion. All das passt hervorragend zum Sport. Die Konferenz solle daher, so das Versprechen, nur ein Auftakt sein: Eine Kooperationsvereinbarung zwischen den Ministerien für Umwelt und Sport sowie dem Landessportverband wurde angekündigt, um die Nachhaltigkeitsziele mit der Sportentwicklung im Saarland zu verbinden. In Planung sei außerdem ein „Nachhaltigkeitscheck“ für Sportvereine. Klingt gut. Aber wie beim Training kommt es hier nicht aufs Reden an – sondern aufs Machen.

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