1. Saarland

Nach Infektion mit Corona: Kabarettist Detlev Schönauer liegt im Koma

Bekannt aus „Jacques‘ Bistro“ : Nach Corona-Erkrankung im künstlichen Koma: Kabarettist Detlev Schönauer liegt seit Dezember in Klinik

Jahrelang brachte er TV-Zuschauer zum Lachen. Doch die jüngsten Nachrichten über den beliebten TV-Kabarettisten Detlev Schönauer aus dem Saarland sind ernst. Seit Anfang Dezember liegt er nach einer Corona-Erkrankung in einer Klinik in Ungarn im künstlichen Koma.

Der saarländische Kabarettist Detlev Schönauer liegt im künstlichen Koma. Der 68-Jährige wird nach einer Corona-Infektion in einer Klinik in Ungarn behandelt. Das bestätigte eine Sprecherin der Kanizsai Dorottya Klinik im ungarischen Nagykanizsa der SZ. Demnach wurde Schönauer schon Anfang Dezember mit Corona in die Klinik eingeliefert. Seitdem liegt er im künstlichen Koma, er muss künstlich beatmet werden.

Detlev Schönauer war 2021 nach Ungarn ausgewandert

 Kabarettist Detlev Schönauer und seine Frau Marion Philippi-Schönauer im ehemaligen Zuhause in Riegelsberg.
Kabarettist Detlev Schönauer und seine Frau Marion Philippi-Schönauer im ehemaligen Zuhause in Riegelsberg. Foto: BeckerBredel

Über seine Covid-Erkrankung berichtet auch die Budapester Zeitung. Schönauer war im vergangenen Jahr zusammen mit Ehefrau Marion Schönauer-Philippi nach Ungarn ausgewandert. Seitdem schreibt er für das deutschsprachige Medium die Kolumne „Ungarn für Neu-Ungarn“. Chefredakteur Jan Mainka, erklärte der SZ zudem: „Er ist sehr schwer erkrankt. Erst jetzt bessert sich sein Zustand langsam. Er ist nicht mehr in Lebensgefahr. Deshalb kann ihn seine Ehefrau endlich zum ersten Mal besuchen.“ Das war offenbar auch an Weihnachten nicht möglich.

Schönauer war das Gesicht von „Jacques‘ Bistro“. Er spielte den Bistro-Wirt im Saarländischen Rundfunk elf Jahre lang bis 2002 und brachte in dieser Rolle nicht nur Saarländer regelmäßig zum Lachen.

Bis zum letzten Jahr stand Schönauer in Deutschland regelmäßig als Kabarettist auf der Bühne. Zuletzt stellte er die Politik der deutschen Regierung, auch die Corona-Maßnahmen, öffentlich infrage.

Detlev Schönauers Abschied von Deutschland im Unfrieden

Vor seiner Auswanderung nach Ungarn hatte Schönauer der SZ über seine Heimat gesagt: „Ein Land, das politisch dermaßen tief gespalten ist, ein Land, in dem soziale Ungerechtigkeiten immer offener werden, ein Land, wo unbequeme Meinungen von regierungstreuen Moralaposteln mit sozialer Ächtung bestraft werden, das ist einfach nicht mehr unser Land.“