Nach Hallenbrand in Homburg: 120-Tonnen-Bagger im Einsatz

Aufräumarbeiten : Nach Hallenbrand in Homburg: 120-Tonnen-Bagger im Einsatz

Die Aufräumarbeiten nach dem Lagerhallenbrand in Homburg laufen wohl noch die nächste Woche weiter.

Am frühen Freitagnachmittag löschte die Wehr mittels Drehgelenkfahrzeug der Werksfeuerwehr Bosch von oben qualmende Stellen. Dann zerschnitt ein 55 Tonnen schwerer Bagger ebenerdige Stahlträger und schuf so eine Schneise in die Halle, damit die Feuerwehr verbliebene Glutnester löschen konnte. Ab Freitagabend kam zusätzlich ein 120-Tonnen-Bagger zum Einsatz. Man schaffe die Überreste der rund 500 Tonnen verbrannten Kunststoffgranulats aus dem Inneren und lösche sie dort, erklärte Homburgs Feuerwehrchef Klaus-Peter Nashan am Freitagvormittag.

Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, starten die polizeilichen Ermittlungen zur Brandursache. Derzeit, so die Homburger Polizeichefin Alexandra Besse, erfolge die Beweissicherung mittels Fotos und Bildern, die man bei Drohnenflügen über die Halle gewinne. Auch hoffe man auf Zeugen, die vor dem Eintreffen der Helfer Bilder gemacht oder Filme gedreht hätten. Zur Schadenshöhe ist noch nichts bekannt. Bisher nicht vor Ort und während der Brandphase auch nicht erreichbar sei der Eigentümer der Firma gewesen, so Nashan. Fragen etwa zum Halleninhalt während des Brandes hätten Verwalter des Areals beantwortet.

Ob durch die Rauchsäule Gift verschleudert wurde, wird laut Landesumweltamt mittels Bodenproben gemessen. Ergebnisse sollen kommende Woche vorliegen, Asbest könne man hier schon so gut wie ausschließen. Die riesigen Mengen Löschschaum, die durch die Kanäle in den Erbach geleitet wurden, sähen zwar im Bachbett aufsehenerregend aus. Das Gewässer sei aber nicht toxisch. Auch seien wohl keine gefährlichen Stoffe ins Grundwasser gelangt. Einen nahe des Brandherds liegenden Brunnen habe man für Analysen aber vorsorglich stillgelegt.

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