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Ermittler der Polizei
Nach Großbrand von Saarburg: Keine Hinweise auf Brandstiftung

Teile des Dachstuhls waren bei dem Brand eingestürzt.
Teile des Dachstuhls waren bei dem Brand eingestürzt. FOTO: dpa / Harald Tittel
Saarburg. Die Ursache des Großbrandes in der Gemeindeverwaltung von Saarburg steht noch nicht fest. Brandstiftung schließen die Ermittler aber schon mal aus. Von dpa

Nach dem Großbrand mit Millionenschaden in der Gemeindeverwaltung in Saarburg bei Trier schließt die Polizei nach derzeitigem Ermittlungsstand Brandstiftung aus. „Wir haben bislang keine Hinweise gefunden, dass der Brand vorsätzlich gelegt worden ist“, sagte der Sprecher der Polizei Trier am Dienstag in Saarburg. Ermittler der Kriminalpolizei hätten sich am Montag im Gebäude einen Überblick verschafft. „Ein endgültiges Ergebnis haben wir noch nicht.“ Möglich sei ein technischer Defekt als Brandursache, sagte der Sprecher. Die Staatsanwaltschaft prüfe, ob sie einen Gutachter beauftrage.


Am Sonntagabend hatte ein Dachstuhlbrand in dem historischen Gebäude mitten in Saarburg großen Schaden angerichtet - und die Verwaltung lahmgelegt: Etwa jedes zweite Büro ist nun dauerhaft nicht nutzbar. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Saarburg, Jürgen Dixius (CDU), kündigte am Dienstag an, die Verwaltung werde voraussichtlich Ende nächster Woche wieder „vollumfänglich funktionsfähig“ sein. Dies werde möglich unter anderem durch den Umzug von Büros in angrenzende Gebäude und die Anmietung eines Ladenlokals, in das das Bürgerbüro einziehen solle. In der Verbandsgemeinde leben gut 23 000 Menschen.

Dixius ging weiter von einem Schaden von „mehreren Millionen Euro“ aus. Bis die genau Summe feststehe, werde es noch dauern. Die Versicherungen habe zwei Gutachten zur Feststellung von Schäden angekündigt - eines zum Inventar und eines zum Gebäude. In den Büros im beschädigten Gebäude sehe es teils schlimm aus. Das Wasser stehe auf den Böden und tropfe durch die Decken. Unter anderem betroffen seien die Büros der Personalabteilung.



Nach Angaben von Wehrleiter Bernhard Hein ist die obere Decke des Hauses, die an das Dach grenzt, einsturzgefährdet. „Sie darf nicht betreten werden.“ Der Dachstuhl war nahezu komplett abgebrannt. Immer wieder habe es Nachlöscharbeiten gegeben, weil Glutnester neu aufflammten - zuletzt am Dienstagmorgen, berichtete er.