Nach Brandbrief: Regierungschefin lädt Grundschullehrer ein

Nach Brandbrief: Regierungschefin lädt Grundschullehrer ein

Saarbrücken. Der Brandbrief, den der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) in "großer Sorge" um die Grundschulen an Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) geschrieben hatte (die SZ berichtete), zeigt Wirkung

Saarbrücken. Der Brandbrief, den der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) in "großer Sorge" um die Grundschulen an Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) geschrieben hatte (die SZ berichtete), zeigt Wirkung. Wie SLLV-Vizin Lisa Brausch gestern vor Journalisten in Saarbrücken sagte, ist eine SLLV-Delegation von der Regierungschefin zu einem Gespräch Ende Januar im Beisein des Bildungsministers Ulrich Commerçon (SPD) eingeladen worden. Vor allem fordert der SLLV eine Ausweitung der Verwaltungsstunden für Schulleiter von vier auf 14 Stunden. Begründet wird dies mit der Mehrarbeit der Schulleiter, die in einem 50-Punkte-Katalog aufgelistet ist und von der Schulbuchausleihe, über die Einbindung der Nachmittagsbetreuung bis zu Gesprächen mit Vereinen reicht. Zudem sei der Beratungsbedarf der Eltern enorm gestiegen. "Schulleitung ist kein Nebenjob", betonte SLLV-Chef Herbert Möser. Zudem müsse an jede der 155 Grundschulen ein Konrektor. Die Gehälter der 1900 Grundschullehrer müssten auf das Niveau der Gemeinschaftsschullehrer angehoben werden, was rund 800 000 Euro kosten würde. Dazu sagte die Bildungsexpertin der CDU-Landtagsfraktion Gisela Rink, die Forderungen seien nicht umsetzbar. "Es gibt Grundschulen mit besonderen Herausforderungen. Da muss man schauen, was machbar ist", so Rink auf SZ-Anfrage. In einem Haushaltsnotlage-Land könne man "solche zusätzlichen Wünsche" nicht erfüllen, sagte auch Gisela Kolb, Bildungsexpertin der SPD-Fraktion. dik

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