Nach Alarm irrt Feuerwehrkolonne in Niederlinxweiler umher

Nach Alarm irrt Feuerwehrkolonne in Niederlinxweiler umher

Erst Übung, dann Einsatz: Zeitweise waren bis zu 60 Feuerwehrleute am Montag von 19 Uhr bis tief in die Nacht im wahrsten Sinne des Wortes auf Achse.

Niederlinxweiler. Erst Übung, dann Einsatz: Zeitweise waren bis zu 60 Feuerwehrleute am Montag von 19 Uhr bis tief in die Nacht im wahrsten Sinne des Wortes auf Achse. Wie ein Feuerwehrsprecher berichtet, hatten seine Kollegen zwei Löschübungen hinter sich gebracht, als gegen 20.40 Uhr in der Kreiseinsatzzentrale zum ersten Mal der Alarm schrillte. Zeugen meldeten einen vermeintlichen Wohnhausbrand in Niederlinxweiler im Gebiet Zur Friedenseiche. Kurz darauf, 20.44 Uhr, kam ein zweiter Notruf an: Kaminbrand in Niederlinxweiler, Kleiner Matzenberg. Dann 20.45 Uhr der nächste: Es brenne am Großen Gänsberg, in Niederlinxweiler.Die Herausforderung: Die mutmaßlichen Unglücksstellen lagen auf zwei gegenüberliegenden Hälften des St. Wendeler Stadtteils, den die B 41 voneinander trennt. So blieb den Einsatzkräften nichts anderes übrig, als die einzige Brücke, die beide Ortsteile miteinander verbindet, für die Anfahrt zu den möglichen Unglücksstellen zu nutzen. So pendelten acht Wagen der Feuerwehr plus weitere der Polizei, des Rettungsdienstes sowie des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit Blaulicht und dröhnenden Martinshörnern auf der Suche nach dem Brand immer wieder über die Brücke.

20.55 Uhr: Wehrleute entwarnten: kein Wohnhausbrand. 21.03 Uhr: Erste Einheiten rückten wieder ab. Dafür entdeckten die Kollegen nach einigen Hin- und Herfahrten den brennenden Kamin. Nur mit Atemschutz kamen sie heran. Risse hatten sich gebildet, giftige Gase drangen durch die Spalten ins Haus. Die Bewohner übernachteten darauf bei Nachbarn. Um 1.45 Uhr war der Einsatz zu Ende.

Dafür schlug ein Feuermelder bei Holz Alsfasser in St. Wendel um 3.56 Uhr an - Fehlalarm. hgn