1. Saarland

Musikfestspiele Saar präsentieren erstmals Rotwein aus der Toskana

Eine ganz besondere saarländisch-toskanische Zusammenarbeit : Premiere bei den Musikfestspielen Saar: Mit Musik beschallter Wein aus der Toskana

Die Musikfestspiele Saar bieten erstmals einen eigens fürs Festival abgefüllten Rotwein aus der Toskana an. Intendant Bernhard Leonardy hat ihn entdeckt und erzählt, was an dem feinen Tröpfchen so besonders ist.

Mit Musik geht alles besser, das ist schon lange bekannt. Was wäre unsere Welt ohne Pop und Punk, Jazz und Klassik!  Und Musik kann auch heilende Wirkung haben, das ist in der Medizin unbestritten.

In den letzten Jahren setzen aber auch etliche Winzer auf die Kraft der Musik. In Weinbergen von Burgund über Bordeaux bis in die Toskana soll sie Pflanzenkrankheiten reduzieren und Schädlinge abhalten. Haste Töne! Vor allem klasssiche Musik habe sich da bewährt. Könnte natürlich möglich sein, dass Wildschweine und Rehe die Reben meiden, wenn ihnen Bach oder Beethoven entgegenschallt.

Große Sinfonien im Weinkeller

Aber auch im Weinkeller sollen sowohl große Sinfonien wie auch barocke Kammermusik dem Wein zugute kommen. Und zwar, wenn er im Holzfass reift. Denn die Schallwellen der Musik sind Schwingungen, die sich nicht nur durch die Luft, sondern auch in Flüssigkeiten, wie eben Wein in Holzfässern, ausbreiten können. Sie sollen helfen, so heißt es, die Hefen in der Schwebe zu halten. Und somit eine positive Wirkung auf die Reifung des Weines haben.

Die Entdeckung von Bernhard Leonardy

Bernhard Leonardy, Intendant der Musikfestspiele Saar, will es jetzt genauer wissen. Der Kultur- und Genussmensch hat vor kurzem beim Urlaub in der Toskana eine  Winzerfamilie kennengelernt, die ihren Wein bei der Reife im Keller Tag und Nacht mit klassischer Musik beschallt. Als er den so behandelten Rebensaft probierte, war er begeistert, man kam ins Gespräch über die Kulturgüter Wein und Musik und kurzerhand erwarb Leonardy für die Musikfestspiele 800 Flaschen von diesem  Rotwein, versehen mit dem Emblem der Muikfestspiele.  Der wird jetzt bei den Konzerten des Festivals angeboten, auch einige Gastronomen in der Region seien interessiert und auch Privatleute können das feine Tröpfchen bei den Musikfestspielen erwerben, exklusiv in Deutschland.

Ein wirklich feines Tröpfchen

Denn ein feines Tröpfchen ist es in der Tat und das zu einem sehr günstigen Preis.  Der „Le Buche“  2010 (IGT Toscana Rosso) vom gleichnamigen Weingut von Giuseppe und Riccardo Olivi  in Sarteano (Provinz Siena) kostet ab Weingut 17 Euro, die Musikfestspiele bieten ihn zum Abhol-Sonderpreis von 12,99 Euro an. Es ist ein sehr schön gereifter Roter aus Sangiovese, Merlot, Cabernet und Petit Verdot. Er duftet und schmeckt nach reifen roten Beeren, hat angenehme rauchige und würzige Noten, ist vollmundig, körperreich und sehr harmonisch.

Jetzt auch mit Musik aus dem Saarland

Ob dies auch mit der Musikbeschallung zu tun hat?  Familie Olivi ist davon überzeugt. Und Bernhard Leonardy kann sich das auch sehr gut vorstellen, er lobt den Wein in den höchsten Tönen. Inzwischen hat er für das Weingut klassische Musik zusammengstellt, die in den kommenden Jahren die Entwicklung der Toskanaweine von Le Buche begleiten soll. Während der aktiven Reifezeiten setze man auf "starke" Musik, „große Sinfonien von Beethoven, Mahler, Tschaikowski oder Oratorien mit großen Chören.“ Während der Ruhephase im Winter würden dann eher meditative Musikstücke, toskanische Gesänge, sakrale a cappella-Gesänge und barocke Kammermusik folgen. „Hierbei spielen auch saarländische Interpreten oder Instrumente eine besondere Rolle“ führt Leonrady aus, beispielsweise die Deutsche Radiophilharmonie mit ihrer Interpretation der Sinfonien von Anton Bruckner oder die Orgel der Abtei zu Tholey in der improvisatorischen Deutung der Fenster von Gerhard Richter.

Inwieweit die saarländisch-toskanische Musik-Wein-Zusammenarbeit Früchte trägt, werden dann die folgenden Jahrgänge zeigen. Vielleicht werden die Weine von Olivi ja noch besser...

Musikfestspiele Saar, Tel. (01 77) 3 49 88 72; info@musikfestspiele-saar.de

www.musikfestspiele-saar.de

 www.lebuche.eu

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bernhard Leonardy präsentiert den ersten Festspielwein