1. Saarland

Musikalisches Licht- und Farbenspiel

Musikalisches Licht- und Farbenspiel

St. Wendel. Gemäß dem Kulturwochen-Motto "Lichtspiele" präsentierte das Orchester ein eigens auf dieses Motto abgestimmtes Programm mit Stücken von Lehar, Monti, Linke, Joplin, Piazzolla über Lieder der 30er Jahre bis zu aktuellen Hits und Evergreens im gewohnten Caféhaus-Orchester-Gewand

St. Wendel. Gemäß dem Kulturwochen-Motto "Lichtspiele" präsentierte das Orchester ein eigens auf dieses Motto abgestimmtes Programm mit Stücken von Lehar, Monti, Linke, Joplin, Piazzolla über Lieder der 30er Jahre bis zu aktuellen Hits und Evergreens im gewohnten Caféhaus-Orchester-Gewand. Dabei wurden Stücke getreu dem Motto "Lichtspiele" als musikalische Häppchen passend zu den kulinarischen Köstlichkeiten und Getränken serviert, die das Team um Maria Müller vom Kegelsportzentrum Oberthal geschmackvoll vorbereitet hatte. So war der Abend für die Zuhörer sehr kurzweilig und unterhaltsam, aber dennoch kulturell anspruchsvoll. Für die Arrangements der Stücke zeichneten sich auch dieses Jahr wieder Gernot Wirbel und Peter Maurer verantwortlich, wobei der typische Charakter des Orchesters sowohl durch seine individuelle Instrumentierung als auch durch die außergewöhnliche Besetzung und die Professionalität der Sängerin und Musiker geprägt war.

Von der Operette zum Swing

Der erste Teil des Programms wurde dem Motto entsprechend mit dem Glühwürmchen-Idyll von Paul Linke aus der Operette "Lysistrata" eröffnet. Danach wurde der Song im Swing-Sound, gesungen von Connie Maurer, präsentiert. Charmant führte dieses Jahr wieder Katrin Kuhn mit ihrer Moderation durch das Programm, zitierte kleine Gedichte und steuerte Anekdoten zum Thema "Glühwürmchen" bei. Zwielichtig wurde es beim Stück "Crépuscule" von Rudolf Friml ehe Connie Maurer mit dem "Shadow Waltz" die Zuhörer in die Welt der Schatten entführte, die durch einen kleinen fließen Lichtstrahl, der durch die "Jalousie" von Jacob Gade fiehl, unterbrochen wurde, damit im Anschluss wieder "die Sterne leuchten" konnten. Virtuos danach die Klassiker "Nur nicht aus Liebe weinen" und der "Czadas" von Monti, in dem die Violinistin Elena Fröse brillierte. Beendet wurde der erste Teil des musikalischen Licht- und Farbenspiels mit dem Evergreen "Over the Rainbow", der sich Mitte des Jahres zwölf Wochen auf Platz eins der beliebtesten Stücke 2010 befand.

Der zweite Teil eröffnete klassisch mit dem Walzer "Gold und Silber" von Franz Lehár ehe mit "Ich hab die goldene Sonne und den Silbermond" und dem "Reflection Rag" die Nachspeise, in Form einer Wunderkerzeninszenierung á la Traumschiff, begleitet durch "Händels "La Réjouissance", serviert wurde. Der letzte Teil des Abends gehörte wieder aktuellen Liedern, die im Orchester-Sound mit dem ausdrucksstark-tiefen Timbre der Gesangssolistin Connie Maurer dargeboten wurden. Dabei begleitete das Cafehausorchester bestehend aus Elena Fröse (Violine), Brigitta Lauer-Müller (Violoncello), Claudia Studt-Schu (Flöte), Gernot Wirbel (Saxophon, Klarinette), Peter Maurer (Klavier), gekonnt professionell, klanglich reizvoll und sehr geschmackvoll präzise Lieder wie "Bright Eyes", "Fireflies" und als letztes Stück des offiziellen Programms "Die Feuersteins".

Nach den Zugaben "Kiss from a Rose" von Seal, "Time after Time" von Cindy Lauper und einem tosenden Applaus endete dieses grandiose Konzert; eine perfekt aufeinander abgestimmte Lichtspiel-Kombination aus musikalischen und kulinarischen Leckerbissen. red