1. Saarland

Musik als Sprache der Verbindung

Musik als Sprache der Verbindung

St. Wendel. Zum neunten Mal bereits lädt die Musikschule des Landkreises St. Wendel zur Kulturwoche ein. Noch bis Sonntag, 1. April werden in der Hospitalkapelle im Gebäude der Musikschule neben einer Vernissage mit Bildern und Kunstwerken von Schülern des Gymnasium Wendalinum auch noch weitere Konzerte präsentiert. Die komplette Veranstaltung läuft unter dem Motto "Verbindungen"

St. Wendel. Zum neunten Mal bereits lädt die Musikschule des Landkreises St. Wendel zur Kulturwoche ein. Noch bis Sonntag, 1. April werden in der Hospitalkapelle im Gebäude der Musikschule neben einer Vernissage mit Bildern und Kunstwerken von Schülern des Gymnasium Wendalinum auch noch weitere Konzerte präsentiert. Die komplette Veranstaltung läuft unter dem Motto "Verbindungen".Am vergangenen Freitag wurde die Kulturwoche mit einem Konzert von Schülern der Musikschule eröffnet. Gernot Wirbel, Leiter der Musikschule, begrüßte die Gäste; neben dem Vorstand der Musikschule war auch St. Wendels Landrat Udo Recktenwald mit seiner Frau zur Eröffnung gekommen. Wirbel zeigte sich stolz, auch dieses Jahr wieder eine Kulturwoche veranstalten zu können und sprach dafür auch den Schülern der Musikschule sowie den Schülern des Gymnasium Wendalinum seinen Dank aus. Nach einer kurzen Programmvorschau betonte Wirbel noch einmal, wie wichtig die Kultur in unserer Gesellschaft sei: "Es hat mal jemand gesagt, Kultur ist nicht das Sahnehäubchen auf der Torte, sie ist die Hefe im Teig."

Im Anschluss folgten die musikalischen Beiträge der Schüler, darunter Stücke wie "Choral St. Anthony" von Joseph Haydn, gespielt von einem Klarinetten-Quartett oder etwa "Dance with me" von Will Offermans, vorgetragen von einem Flötenensemble. Ebenfalls im Programm: "The Montagues and Capulets", ein Klaviersolo von Sergei Prokofjew, am Flügel saß Nazar Styshak. Statt steifem Dastehen boten die Schüler der Musikschule bei diesem Konzert aber das genaue Gegenteil: In die Darbietungen wurden immer wieder kleine Dialoge und Bewegungen eingebaut, die sich mit dem Thema Verbindungen befassten.

Zwischen den einzelnen Musikeinlagen hielten auch Landrat Recktenwald sowie Barbara Völker, Lehrerin für Bildende Kunst am Gymnasium Wendalinum, ihre Reden. Dabei ging der Landrat vor allem auf das Motto der Kulturwoche, Verbindungen, ein und erklärte die Rolle der Musik bei diesem Thema. "Musik ist eine Sprache, die jeder versteht. Musik ist eine Sprache, die verbindet." Recktenwald lobte die Veranstaltung und betonte ihre Wichtigkeit für den Landkreis St. Wendel, sprach vor allem aber auch den Schülern ein großes Lob aus. "Hier wird auch große soziale Arbeit geleistet. Ich finde es einfach toll, dass es noch so viele junge Menschen gibt, die sich in ihrer Freizeit mit etwas wirklich Sinnvollem beschäftigen, der Musik." Hinsichtlich der Zukunft der Musikschule zeigte er sich zuversichtlich, "ich freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr, wenn wir zur zehnten Kulturwoche Jubiläum feiern."

Barbara Völker hielt die Eröffnungsrede zur Vernissage und erklärte dem Publikum die einzelnen Bilder und Kunstwerke. "Als wir das Thema Verbindungen festgelegt hatten, kamen von den Schülern die unterschiedlichsten Ideen," erzählte sie. "Daraus sind dann zum Beispiel die Bilder zu den keltischen Knoten oder die Muster der gotischen Fenster entstanden." Sie erklärte auch, dass Verbindungen nicht immer fest und starr sein müssen, sondern auch Lockerheit ausdrücken können, wie das abstrakte Modell einer großen Tor-Konstruktion zeigen sollte.

Am Ende des Konzerts trat ein Streicher-Ensemble aus Geigen und Violincelli auf, das sogar das Publikum mit in das Konzert einbezog. Mit selbst gebauten Monochorden, das sind instrumentenähnliche Werkzeuge aus Holz, die mit einer Saite bespannt sind, konnten die Zuhörer selbst zu Musikern werden. Das kam besonders gut an, auch Landrat Udo Recktenwald probierte sich an einem der Monochorde.

Die Kulturwoche findet noch bis zum Sonntag, 1. April statt. Der Eintritt ist für Schüler der Musikschule frei, für alle anderen kostet der Eintritt für die sonstigen Veranstaltungen - falls nicht anders angegeben - fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Bei jedem weiteren Besuch verringert sich der Eintritt um einen Euro.

Kartenreservierung unter Tel. (0 68 51) 73 86 möglich.